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So sieht die Neue Arbeit aus

Die Top Ten und das Wordle zur Neuen Arbeit
Von Winfried Kretschmer

Es geht weiter. Aus den 100 Begriffen zur Neuen Arbeit hat eine Crowd von 80 Interessierten ihre Favoriten ausgewählt. Im Mittelpunkt steht die Art und Weise der Zusammenarbeit: dezentral, im Netzwerk, selbst organisiert, schnell und flexibel.

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Es geht weiter. Zuerst war die Idee, eine Liste mit Begriffen zur Neuen Arbeit zusammenzustellen. Und weil Neue Arbeit nicht zuletzt vom kollaborativen Moment lebt, war es nur ein kleiner Schritt, Interessierte daran mitarbeiten zu lassen und sie um Auswahl und Bewertung zu bitten. Auf der Grundlage der changeX-Liste der 100 Begriffe hat Patrick Scheuerer, unabhängiger Coach und Consultant, zur Mitarbeit eingeladen. Knapp 80 Personen haben an der Umfrage teilgenommen. Nun liegen die Ergebnisse vor. So sieht sie also aus: die Neue Arbeit. 

Die zehn meistgewählten Begriffe waren:
1. Netzwerk
2. dezentrales Arbeiten
3. Agilität
4. Selbstorganisation
5. Coworking
6. Begeisterung
7. Social Media
8. Sinn
9. Selbstbestimmung
10. Freiheit  

Diese Top Ten zeichnen ein positives, von Kollaboration getragenes Bild der Zukunft der Arbeit. Diese Auswahl lasse darauf schließen, so Patrick Scheuerer, "dass für die meisten Teilnehmer die Neue Arbeit vor allem mit der Art und Weise der Zusammenarbeit zu tun hat. Zwar sind mit Sinn und Kreativität auch Begriffe vertreten, welche durchaus stark mit den Arbeitsinhalten in Verbindung stehen. Der klare Fokus liegt jedoch auf dem Arbeitskontext: dezentrale Arbeit in Netzwerken, bevorzugt in Coworking Spaces und selbst organisiert." 

Und eine weitere Auffälligkeit registriert er: dass nämlich "Existenzgründung, Lebensunternehmer, Selbstverwirklichung im Mittelfeld anzutreffen sind, Unternehmertum allerdings ziemlich am Schluss auftritt". Das lässt auf ein gewandeltes Bild vom Gründer schließen. Einen Gründer, für den nicht so sehr der Aufbau des eigenen Unternehmens im Vordergrund steht, sondern vor allem die Verwirklichung seiner Idee von selbstbestimmter Arbeit - womit wir wieder am Anfang der Liste wären.  

Auffällig ist auch, dass die negativ besetzten Begriffe - die in der Liste ohnehin unterrepräsentiert waren - von den Teilnehmern nach unten durchgereicht wurden. "Prekariat" und "Niedriglohn" finden sich ziemlich weit unten - aber immerhin noch vor Unternehmertum.  

Klar, könnte man sagen, wer will sich denn schon mit prekären Arbeitsverhältnissen identifizieren? Das ist sicher richtig, insgesamt aber zeichnet das Begriffsfeld ein hoffnungsvolles und positives Bild der Zukunft der Arbeit. Und es drückt aus: Es gilt, diese Zukunft zu gestalten.  


changeX 30.03.2012. Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved.

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Autor

Winfried Kretschmer
Kretschmer

Winfried Kretschmer ist Chefredakteur und Geschäftsführer von changeX.

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