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Darf’s auch eine Mini sein?

Serie Gründergeist 50: Mini-GmbH, Limited oder klassische GmbH? - der Ratgeber von Jürgen E. Leske
Text: Jost Burger

Vier Grundformen der GmbH stehen in Deutschland dem Gründungswilligen zur Verfügung, nebst der englischen Limited. Bei der Entscheidung für die richtige Rechtsform hilft ein leicht lesbarer, aktueller Ratgeber.

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Falls Sie gerade auf der Site eines Beraters waren, der Ihnen bei der Gründung einer Limited behilflich sein will - werfen Sie erst noch einmal einen Blick in dieses Buch. Bei allen Vorteilen - zum Beispiel der extrem schnellen Gründung und den niedrigen Initialkosten - kann so eine Limited mit der Zeit teuer werden. Zumindest sollten Sie eine informierte Entscheidung treffen, findet Jürgen Leske, Rechtsanwalt und Fachjournalist. In seinem Buch Mini-GmbH, Limited oder klassische GmbH? stellt er klar, dass Wettbewerb eben sein Gutes hat. 

Weil die in Deutschland möglichen Unternehmensrechtsformen Anfang des Jahrtausends doch arg durch die attraktiven Möglichkeiten zur Gründung in anderen EU-Ländern unter Druck gerieten - nämlich in Gestalt der englischen Limited -, wurde 2008 das hiesige GmbH-Recht geändert. Fortan konnte man auch in Deutschland schnell, mit geringem Kapital und ganz alleine eine GmbH gründen. Diese als "Mini-GmbH" bekannte Rechtsform brachte vielen Gründern die Segnungen der beschränkten Haftung, ohne dass sie 25.000 Euro fürs Stammkapital aufbringen mussten.  

Ganz so einfach ist die Sache aber immer noch nicht. Durch den, nun ja, zuweilen recht dunklen Wald der Vorschriften will eben Leskes Buch führen. Er klärt darüber auf, wo die Vor- und Nachteile der verschiedenen Formen liegen - als da wären Mini-GmbH mit oder ohne Mustersatzung, klassische GmbH "mit" und "ohne", eben die Limited oder einige Spielarten wie GmbH & Co. KG.  

Das Buch hält genau, was es verspricht. Ohne Juristendeutsch, in leicht verständlichen und doch tief gehenden Kapiteln vermittelt es genau das Wissen, das man braucht bei einer Entscheidung zwischen den genannten Möglichkeiten.  

Der Einstieg fällt leicht, anhand des nüchternen Inhaltsverzeichnisses lässt sich auch gezielt suchen. Wo Tabellen eingesetzt werden, sind sie knapp und deshalb umso übersichtlicher gehalten - das gilt etwa für die Gegenüberstellung der vier GmbH-Formen, ihrer Voraussetzungen, der formalen Bestimmungen oder des Mindestkapitals. Sehr wichtig: Detailliert geht Leske auch auf die "sonstigen" Kosten einer GmbH-Gründung ein - namentlich die Notarrechnung und weitere, zuweilen erst im Geschäftsverlauf auftretende Kosten. Einen kleinen Exkurs in die Geschichte des Kaufmannsberufes und die damit engstens verknüpfte Frage der Haftung vergisst Leske auch nicht - und führt damit noch einmal vor Augen, welch Segen dieses Konzept der eingeschränkten Haftung eigentlich ist.  

Um übrigens noch mal auf den Anfang zurückzukommen: So eine tolle Alternative ist eine Limited mittlerweile nicht mehr. Sie erfordert nämlich schon immer Vertreter in England, und die wollen auch ihr Geld sehen. Kurzum: Wer schnell gründen will, der führe sich dieses Buch zu Gemüte - vielleicht reicht ja die Mini-GmbH.  


changeX 20.12.2011. Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved.

Ausgewählte Links zum Thema

Zum Buch

: Mini-GmbH, Limited oder klassische GmbH?. Grundlagen, Rechtsformwahl, Mustersatzungen. Linde Verlag, Wien 2011, 184 Seiten, 24.90 Euro, ISBN 978-3-7093-0358-3

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Autor

Jost Burger
Burger

Jost Burger ist freier Journalist in Berlin. Er schreibt als freier Mitarbeiter für changeX.

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