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Die Bücher des Jahres

Die Toptitel 2011 - ausgewählt von der changeX-Jury

 

Stapel von Büchern haben wir auch in diesem Jahr wieder gesichtet und kritisch auf ihren Neuigkeitswert hin abgeklopft. Viele davon haben wir rezensiert oder mit den Autoren Interviews geführt. Zeit, die besten Bücher des Jahres zu küren. Die changeX-Jury hat ihre Toptitel 2011 gewählt.

Die Optimierungsfalle Platz 1 Bücher des Jahres 2011 | Der Markt ist nicht moralfrei

Julian Nida-Rümelin: Die Optimierungsfalle. Philosophie einer humanen Ökonomie. Irisiana Verlag, München 2011, 320 Seiten, 19.99 Euro, ISBN 978-3-424-15078-0

Ein vertrauensvolles Gespräch zwischen zwei konsequent ihren jeweils eigenen Nutzen maximierenden Menschen lässt sich nicht vorstellen. Andererseits ist ökonomischer Erfolg ohne funktionierende Kommunikation nicht möglich. Also muss an dem orthodoxen Verständnis ökonomischer Rationalität etwas falsch sein. "Der ökonomische Markt ist nicht moralfrei", schlussfolgert der Philosoph Julian Nida-Rümelin. Und entwickelt in seinem Buch Die Optimierungsfalle die philosophischen Grundlagen einer humanen Ökonomie. In der findet der Eigennutz seine Grenzen in der gleichen Freiheit aller und in der persönlichen Integrität des Einzelnen. Nach Klärung der Grundlagen, so das Fazit dieses lesenswerten Buches, führt der Weg schnurstracks in die Praxis: Die Wirtschaft humaner zu gestalten ist eine Aufgabe, an der viele mitwirken müssen. Voll dabei!
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Die notwendige Revolution Platz 1 Bücher des Jahres 2011 Kooperation und Nachhaltigkeit zusammengedacht

Peter M. Senge, Bryan Smith, Nina Kruschwitz, Joe Laur: Die notwendige Revolution. Wie Individuen und Organisationen zusammenarbeiten, um eine nachhaltige Welt zu schaffen. Carl-Auer Verlag, Heidelberg 2011, 464 Seiten, 49.00 Euro, ISBN 978-3-89670-790-1

Dieses Buch ist eine Wucht: Die notwendige Revolution bringt zwei Dinge zusammen: die Schaffung eines regenerativen, nachhaltigen Wirtschaftssystems und die Idee der Kooperation, des gemeinsamen Lernens. Denn, so der Grundgedanke, wenn wir den Klimawandel und die globalen Probleme bewältigen wollen, können wir nicht weitermachen wie bisher, weiterdenken in den Denkmodellen des Industriezeitalters. "Um eine nachhaltige Zukunft zu gestalten, müssen wir alle auf andere Weise zusammenarbeiten als in der Vergangenheit." Die notwendige Revolution rührt damit an den entscheidenden Punkt. Senge und seine Koautoren zeigen ganz konkret, wie sich (im doppelten Wortsinn) nachhaltige Lernprozesse in Organisationen gestalten lassen. Ein wichtiges, man möchte fast sagen ein notwendiges Buch.
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Professionelle Intelligenz Platz 3 Bücher des Jahres 2011 | Logik des Gelingens

Gunter Dueck: Professionelle Intelligenz. Worauf es morgen ankommt. Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2011 2011, 253 Seiten, 19.95 Euro, ISBN 978-3-821865508

Öde Routine, uninformierte Kenntnis- und Lustlosigkeit bei der Standardarbeit, das war gestern. Denn "Commodities", Standardprodukte und -dienstleistungen, kann sich künftig jeder selbst im Internet abholen. Wer in der informationstechnisch intelligenter gewordenen Ökonomie mitmischen will, braucht mehr: "Professionelle Intelligenz" nennt es Gunter Dueck, Vordenker von Arbeit und Wirtschaft der Zukunft. Und buchstabiert aus, wie man über die gefühlte Kultur des Misslingens hinauswächst. Sehr lesenswert.
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The Age of Less Platz 4 Bücher des Jahres 2011 | Postwachstumsgesellschaft - die Ahnung eines anderen Lebens

David Bosshart: The Age of Less. Die neue Wohlstandsformel der westlichen Welt. Murmann Verlag, Hamburg 2011, 223 Seiten, 19.90 Euro, ISBN 978-3-86774-156-9

"Mehr, schneller, globaler" war das Credo einer Hochgeschwindigkeitsökonomie, die sich seit dem letzten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts Bahn brach. Heute machen sich Zweifel breit. Ein Gefühl, dass irgendetwas grundfalsch ist an der Art, wie wir heutzutage leben und wirtschaften. Dass die Krisen der Zeit das Ende einer Ära signalisieren. David Bosshart gibt dem kommenden Neuen nun einen Namen: The Age of Less bringt zum Ausdruck, was viele spüren, denken, ahnen: Die fetten Jahre sind vorbei. Bosshart trifft den Ton der Zeit. Und konkretisiert die Ahnung eines anderen Lebens.
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Wohlstand ohne Wachstum Platz 5 Bücher des Jahres 2011 | Ein anderes Wohlstands- und Wirtschaftsmodell

Tim Jackson: Wohlstand ohne Wachstum. Leben und Wirtschaften in einer endlichen Welt. Oekom Verlag, München 2011, 272 Seiten, 22.95, ISBN 978-3-86581-245-2

Pustekuchen! Sagt Tim Jackson: Die Entkopplung von Wachstum und Ressourcenverbrauch ist eine gefährliche Illusion. Eine "Wahnvorstellung". Denn zum einen hat sich die Effizienz schon bisher nicht schneller entwickelt als die Produktionsmenge, zum anderen werden Effizienzgewinne gnadenlos durch das Bevölkerungswachstum aufgefressen. Dieser Zwickmühle entkommt man nur durch ein anderes Wohlstands- und Wirtschaftsmodell. Eine Steady-State-Ökonomie, die stabil vor sich hin schnurrt, statt zu überhitzen, zu überdrehen und periodisch am Crash vorbeizuschrammen. Jacksons Buch ist brillant in der Argumentation und zeigt eindringlich die Größe der Aufgabe, die Grundlagen der Ökonomie neu zu definieren.
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Die disziplinierte Freiheit Platz 6 Bücher des Jahres 2011 | Staatliche Aufgaben neu denken

Michael Hüther: Die disziplinierte Freiheit. Eine neue Balance von Markt und Staat. Murmann Verlag, Hamburg 2011, 191 Seiten, ISBN 978-3-86774-130-9

Krisen sind normal, die wirkliche Herausforderung für Wirtschaft, Gesellschaft und Ökonomen liegt dazwischen: in der Gestaltung der Normalität. Durch Ordnungspolitik. Das ist, kurz umrissen, die These des neuen Buches des Ökonomen Michael Hüther, in dem er sich gegen den reflexhaften Ruf nach staatlicher Intervention wendet. Für Hüther ein ökonomischer Sündenfall. Denn diese Lehre reduziert nicht nur ein komplexes Wechselverhältnis auf ein einfaches Rezept. Sie hindert auch daran, grundsätzlich darüber nachzudenken, was staatliche Aufgaben heute eigentlich sind. Eben das tut Hüthers Buch auf ziemlich kluge Weise.
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Identity Economics Platz 7 Bücher des Jahres 2011 | Die Ökonomie kehrt zurück zu ihren sozialwissenschaftlichen Wurzeln

George A. Akerlof, Rachel E. Kranton: Identity Economics. Warum wir ganz anders ticken, als die meisten Ökonomen denken. Carl Hanser Verlag, München 2011, 208 Seiten, 19.90 Euro, ISBN 978-3-446-42696-2

Dass der Mensch ein soziales Wesen ist, das ist keine bahnbrechend neue Erkenntnis. Für Ökonomen aber schon. Für die Ökonomie kommt einer Revolution gleich, was George A. Akerlof und Rachel E. Kranton in ihrem Buch Identity Economics in nüchtern-sachlichem Tonfall darlegen: Was der Mensch ist und wie er entscheidet, ist ganz wesentlich eine Frage seiner Identität, die er in Interaktion mit seinem sozialen Umfeld herausbildet. Nicht abstrakte Präferenzen, sondern die Vorstellung, wie sie selbst und andere handeln sollen, bestimmt darüber, was Menschen tun. Mit diesem Ansatz kehrt die Ökonomie dorthin zurück, wo sie auch hingehört: in den Kreis der Sozialwissenschaften. Wurde auch Zeit. Unsere Rezension folgt in Kürze.
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Business Model Generation Wie wir neue Geschäftsmodelle entwickeln

Alexander Osterwalder, Yves Pigneur: Business Model Generation. Ein Handbuch für Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2011 2011, 285 Seiten, 34.99 Euro, ISBN 978-3-593394749

Wir müssen innovativer werden, sagen wir uns, gehen aber zum Nachdenken in den Keller. Neues Denken zu üben, neue Methoden zu entwickeln und kreative Prozesse auf Vordermann zu bringen, ist daher eine zentrale Zukunftsaufgabe. Wie wir neue Geschäftsmodelle entwickeln, zeigt ein neues, von der weltweiten Businessavantgarde gefeiertes Buch. Business Model Generation von Alexander Osterwalder und Yves Pigneur ist eines der aufregendsten Bücher über Businessprozesse und Innovation der letzten Jahre. Dem Buch gelingt es, so profunde wie ein klassisches Managerlehrbuch zu sein und zugleich höchst erfolgreich den persönlichen Ideengenerator zu stimulieren. Eine Manifestation der Innovation, sagt unser Autor.
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Die 100 besten Wirtschaftsbücher aller Zeiten Die Empfehlung fürs Wirtschaftsbuchregal!

Jack Covert, Peter Felixberger, Wolfgang Hanfstein, Todd Sattersten: Die 100 besten Wirtschaftsbücher aller Zeiten. Alles, was man wissen muss. Murmann Verlag, Hamburg 2011, 468 Seiten, 24.90 Euro, ISBN 978-3-86774-150-7

Orientierung ist gefragt. Das gilt auch und gerade für das überbordende Angebot an Wirtschaftsbüchern. Sie versprechen praktisch anwendbares Wissen fürs Business. Den Überblick, den es braucht, um das richtige und passende Werk zu finden, verschafft ein dicht gewebtes Kompendium der besten Titel: Die 100 besten Wirtschaftsbücher aller Zeiten - das Kompendium von Jack Covert, Peter Felixberger, Wolfgang Hanfstein und Todd Sattersten. Die Empfehlung fürs Wirtschaftsbuchregal!
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Die unbarmherzige Revolution
Kultur des Kapitalismus

Joyce Appleby: Die unbarmherzige Revolution. Eine Geschichte des Kapitalismus. Murmann Verlag, Hamburg 2011, 686 Seiten, 36 Euro, ISBN 978-3-86774-135-4

Zielsicher steuert Joyce Appleby in ihrer Abhandlung über die Geschichte des Kapitalismus auf die zentrale Frage zu, die Technik- und Wirtschaftshistoriker seit Generationen beschäftigt: "Angesichts des unvergleichlichen Erfolgs der Innovationen des 18. und 19. Jahrhunderts stellt sich uns die Frage: Warum erst jetzt?" Und liefert ein paar Zeilen weiter gleich die Antwort: Weil "der Kapitalismus kein rein ökonomisches, sondern genauso sehr ein kulturelles System ist". Weil die Menschen ein neues Selbstbild entwickelten. Diese breite Perspektive ist Programm, wenn die Autorin auf über 600 Textseiten die Geschichte des Kapitalismus von seinen Anfängen bis zur Gegenwart nachzeichnet - bis in die feinsten Verästelungen des Alltags hinein. Und mit hoffnungsfrohem Schluss. Die Revolution mag unbarmherzig sein. "Aber sie ist nicht blind."
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Alle sind Wirtschaft App: Essay mit einem Audio, gesprochen von Martin Falk

Erik Händeler: Alle sind Wirtschaft. Wohlstand ist eine kulturelle Leistung - ein Plädoyer für eine umfassendere Sicht auf Wirtschaft. edition changeX, Erding 2011

Wirtschaft, für den Mainstream der Ökonomen sind das Preise, Zinsen, Löhne und Geldmenge. Doch greift dieser monetäre Blick zu kurz. Wirtschaft wurzelt im realen Leben der Menschen, die an ihr teilhaben: aller. Alle sind Wirtschaft.
neu in der edition changeX

Das kalte Herz Kollateralschaden der kapitalistischen Ökonomie

Wolfgang Schmidbauer: Das kalte Herz. Von der Macht des Geldes und dem Verlust der Gefühle. Murmann Verlag, Hamburg 2011, 220 Seiten, 19.90 Euro, ISBN 978-3-86774-124-8

"Es ist doch besser, zufrieden zu sein mit wenigem, als Gold und Güter zu haben und ein kaltes Herz." Ein Zitat, das eine verbreitete Stimmung trifft. Ein Glücksgriff ist es, Wilhelm Hauffs Märchen "Das kalte Herz", dem es entstammt, als Rahmenhandlung für ein Buch über den Kapitalismus zu nehmen. Wolfgang Schmidbauer hat ein packendes Buch geschrieben darüber, was Geld mit uns anrichtet. Da ist er ganz bei Hauff, dessen wichtigster Gedanke es ist, dass Reichtum die Menschen mehr kostet, als sie wahrhaben wollen: den Verlust der Gefühle. In seinem hoffnungsvollen Kern aber ist es ein Buch über Empathie und was sie möglich macht. Dringende Leseempfehlung!
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