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Buch des Jahres 2015 (Shortlist)

Die changeX-Jury hat entschieden. Die Bücher des Jahres stehen fest. So lief’s ab: Zunächst wählten die Jurymitglieder aus den changeX-Buchempfehlungen des Jahres die ihrer Meinung nach wichtigsten Titel aus. In einer Jurysitzung via Skype fiel dann die Entscheidung. Unsere Shortlist zeigt die Nominierungen und spiegelt die Wertung der Jury.

 
Das anständige Unternehmen Unverzichtbar in diesem Herbst

Reinhard K. Sprenger: Das anständige Unternehmen. Was richtige Führung ausmacht - und was sie weglässt. DVA Sachbuch, München 2015, 384 Seiten, 26.99 Euro, ISBN 978-3-421-04706-9

Klar, das Image der Wirtschaft ist auf einem Tiefstand. Abzocke, Wahnsinnsboni, Strafverfahren gegen Topmanager, Burnout-Wellen und Leistungsmarathon, "Too big to fail"-Zynismen, nicht zuletzt Großbetrügereien wie bei VW haben ihren Ruf ruiniert. Die Menschen haben die Nase voll. Die Sehnsucht nach Ausgleich, Rechtschaffenheit, Moral ist omnipräsent. "Anstand" nennt das der renommierte Vordenker Reinhard K. Sprenger. Und er ist überzeugt: Mit staatlicher Regulierung lässt sich dieser Anstand nicht verordnen. Es braucht eine völlig neue Theorie und Praxis des Wirtschaftens. Eine Theorie, die auf Zurückhaltung und Distanz, neuer Freiheit und Unterlassen beruht. Abschaffen statt verändern, neu denken statt weiterwurschteln. Sprengers "Anti-Verkrustungs-Fibel" ist eine Provokation und eine Anleitung zum Aufbau anständiger, erfolgreicher Unternehmen zugleich. Ein "Manifest für das heraufziehende Innovationszeitalter" nennt er es selbst, und ruft zu einem fundamentalen Paradigmenwechsel auf. Ein großer Wurf, unverzichtbar in diesem Herbst.
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Reinventing Organizations Ein Leitfaden zur Gestaltung völlig neuer Organisationen

Frederic Laloux: Reinventing Organizations. Ein Leitfaden zur Gestaltung sinnstiftender Formen der Zusammenarbeit. Verlag Franz Vahlen, München 2015, 365 Seiten, 39.80 Euro, ISBN 978-3-8006-4913-6

Was für ein Buch! Ein eminent wichtiges Buch! Weil es den Wandel der Organisationen in den breiten Kontext der Entwicklung der Menschheit und des menschlichen Bewusstseins stellt. Weil es wohl zum ersten Mal die sich abzeichnende neue, die integrale Organisation in einem umfassenden Modell umreißt. Weil es zahlreiche bahnbrechende Forschungsergebnisse, Einsichten, Ratschläge und Empfehlungen enthält, die einen wahren Schatz an Anregungen für die Veränderung unserer Organisationen darstellen. Und nicht zuletzt wegen der nachdrücklichen, programmatischen Aufforderung, nun Ernst zu machen mit der Schaffung vollkommen neuer Organisationen.
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Die innovative Gesellschaft Ökonomie des Lernens und der Innovation

Joseph E. Stiglitz, Bruce C. Greenwald: Die innovative Gesellschaft. Wie Fortschritt gelingt und warum grenzenloser Freihandel die Wirtschaft bremst. Econ Verlag, Berlin 2015, 608 Seiten, 28 Euro, ISBN 9783430201988

Innovation und Wissen sind heute in aller Munde. Was aber bedeutet das für die herrschende Wirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik? Für die neoklassische Lehre und die Dominanz des Freihandels? Diesem Thema widmeten sich Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph E. Stiglitz und der Finanzwissenschaftler Bruce C. Greenwald in einer Vorlesung (der ersten Kenneth J. Arrow Lecture), aus der ihr Buch Die innovative Gesellschaft hervorgegangen ist. Ihre Ökonomie des Lernens und der Innovation habe das Zeug dazu, so die Autoren selbstbewusst, "sowohl die Wirtschaftstheorie als auch die Politik zu revolutionieren". Ihre These: Wachstum entsteht vor allem durch Innovation. Und Innovation gedeiht am besten an geschützten Orten, wo ständiges Dazulernen möglich ist. Nicht im offenen Wettbewerb. Das bedeutet, dass "mit politischen Eingriffen ein höheres nachhaltiges Wachstum erreicht werden kann". Kurzum: "Die Schaffung einer lernenden Gesellschaft sollte eines der vorrangigen Ziele der Wirtschaftspolitik sein." Ökonomischer und politischer Sprengstoff.
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Wir sind das Kapital Für eine intelligentere Ökonomie

Günter Faltin: Wir sind das Kapital. Erkenne den Entrepreneur in dir. Aufbruch in eine intelligente Ökonomie. Murmann Publishers, Hamburg 2015, 288 Seiten, 22 Euro, ISBN 978-3-867744195

Wer Neues schaffen will, muss in der Schwebe der Ungewissheit arbeiten können, sagt der Entrepreneurship-Professor Günter Faltin. In seinem neuen Buch hat Faltin seinen ideenbasierten Ansatz des Gründens noch einmal ein Stück radikalisiert, hat ihn herunterdekliniert auf die Ebene des Individuums und seiner Entfaltung. "Es geht um Sie als Persönlichkeit. Es geht darum, das Potenzial, das in Ihnen steckt, zur Entfaltung zu bringen." Das Kapital für eine Gründung ist die Persönlichkeit des Gründers, seine Kreativität, seine Andersartigkeit, sein Durchhaltevermögen, seine Fähigkeit, mit Ambiguität umgehen zu können. Die Gründungsidee selbst braucht laut Faltin keine revolutionäre Neuerung zu sein. Innovation besteht in erster Linie in der Neukombination von Vorhandenem, sagt der Autor. Entscheidend ist, die Idee geduldig zur Marktreife weiterzuentwickeln. Wichtig ist dabei die Leidenschaft des Gründers für seine Sache, nicht für den Profit. Ein Unternehmen braucht zwar Gewinn, aber er darf nie Endzweck sein. Ökonomie bezieht für Faltin ihre Legitimation aus einem sparsamen Umgang mit Mitteln. Sonst wird sie zerstörerisch. Faltins Buch ist ein kämpferisches Plädoyer für eine intelligentere Ökonomie und eine nachdenkliche Suche nach dem verschlungenen individuellen Weg zum Gründungserfolg zugleich.
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Schwarmdumm In der Gruppe dumm

Gunter Dueck: Schwarmdumm. So blöd sind wir nur gemeinsam. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2015, 324 Seiten, 24.99 Euro, ISBN 978-3-593502175

Was große Organisationen, Konzerne allemal, leisten, ist die Verdichtung unterschiedlich ausgeprägter individueller Intelligenz zu kollektiver Dummheit gewaltigen Ausmaßes. Schwarmdumm nennt das Deutschlands scharfzüngigster Business-Querdenker. Gunter Dueck weiß, wie es in Konzernen und Großorganisationen zugeht. Und er formuliert das Prinzip dazu: In Großgruppen werden die vernünftigen Impulse jedes Einzelnen übertönt vom Gebrüll der Masse. Genauer gesagt: Schwarmintelligenz funktioniert nur in wechselnden Teams von Freiwilligen, die für das Thema brennen. Aber nicht, wenn in einem Unternehmen feste Teams zwangsweise alle anfallenden Aufgaben abarbeiten müssen. Dann geht es nur noch um das Abhaken von Pflichten, dann stecken sich die Leute gegenseitig mit Hektik, Druck und "Good enough"-Mentalität an. Ein Rezept freilich, wie wir aus dem Teufelskreis der Schwarmdummheit herauskommen, kann Dueck uns nicht verraten. Zumindest aber hat er ein paar Ideen: Führungskräfte sollten ihre Teams wie Freiwillige führen, wir sollten nach den "Tipping Points" suchen, an denen wirklich etwas bewegt werden kann, und die Auslastung im Job drastisch nach unten schrauben. Eine scharfzüngige, herrlich zu lesende Analyse der Schieflage in der Konzernwelt.
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Alle Macht für niemand Nicht nur eine Frage der Selbstorganisation

Andreas Zeuch: Alle Macht für niemand. Aufbruch der Unternehmensdemokraten. Murmann Publishers, Hamburg 2015, 264 Seiten, 25 Euro, ISBN 9783867744751

Ein Unternehmen ist dann demokratisch, wenn die Mitarbeiter ernsthaft in Entscheidungsprozesse eingebunden werden und dort mitbestimmen oder sogar selbst bestimmen können. Definiert Andreas Zeuch, der mit seinem Buch Alle Macht für niemand als Erster zum neuen Thema "Unternehmensdemokratie" auf dem Markt war. Sein Buch ist eine Erkenntnisreise zu Unternehmen, die sich auf die Suche nach der individuell passenden Form von Demokratie begeben haben. Und ein engagiertes Plädoyer, dieses Experiment zu wagen. Das lohnt, denn demokratisch verfasste Unternehmen haben zufriedenere und engagiertere Mitarbeiter, sind adaptiver und können meist auch ihr wirtschaftliches Ergebnis verbessern. Vor allem aber tragen sie zu einem Kulturwandel bei: vom gegenseitigen Misstrauen hin zu Vertrauen, von rigider Planungsmentalität hin zu Ko-Kreativität, von kurzfristiger Gewinnmaximierung hin zu einer sozial und ökologisch verpflichteten, langfristig orientierten Wirtschaft. Unternehmensdemokratie ist also nicht nur eine Frage der Selbstorganisation, sondern ein politisches Statement.
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Der Sinn des Unternehmens Die Suche nach Sinn

Dominic Veken: Der Sinn des Unternehmens. Wofür arbeiten wir eigentlich?. Murmann Publishers, Hamburg 2015, 220 Seiten, 34 Euro, ISBN 9783867744676

Die Frage ist alt und im Grunde selbstverständlich: Wofür arbeiten wir eigentlich? Klar, für Geld, für Anerkennung, für unsere Selbstverwirklichung, um uns auszudrücken und so weiter. Auch diese Frage ist alt und eigentlich banal: Warum gibt es das Unternehmen? Was trägt es zur Welt bei? Was macht es einzigartig? Umsatz machen sicher nicht. Beide Fragen treffen denselben Kern: die Suche nach Sinn. Nach einer Unternehmensphilosophie, die die Richtung weist. Denn nur so können Unternehmen in einer komplexen, fluiden Welt mit vielfältigen Herausforderungen bestehen. Nur so können sie flexibel kreative Lösungen finden. Und nur so werden sich Mitarbeiter wirklich mit der Company identifizieren können und sich engagiert für sie einsetzen. In einer Welt der Zahlenkolonnen und Quartalsergebnisse ruft Dominic Veken zu Recht Stopp: Es ist an der Zeit, sich wieder mit den wesentlichen Fragen zu beschäftigen, statt im Daily Business herumzustochern. Veken will Begeisterung in den Unternehmen entfachen und verrät mit einem reichen Methodenkoffer und vielen Praxisbeispielen, wie das geht. Firmen wir Bulthaup, Montblanc, Starbucks oder Spotify machen es bereits vor.
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Das demokratische Unternehmen Intelligentere Organisationen

Thomas Sattelberger, Isabell Welpe, Andreas Boes: Das demokratische Unternehmen. Neue Arbeits- und Führungskulturen im Zeitalter digitaler Wirtschaft. Haufe Verlag, Freiburg 2015, 312 Seiten, 59 Euro, ISBN 978-3-648-07434-3

Im Februar 2015 fand im Audimax der TU München die Konferenz "Das demokratische Unternehmen" statt. Nun liegt der Konferenzreader vor. Es ist ein Grundlagenwerk, das ganz unterschiedliche Facetten des Themas beleuchtet: historisch, demokratietheoretisch, mit Blick auf die Managemententwicklung und ganz praktisch. Zu den auf der Konferenz vertretenen Praktikern stoßen im Buch noch einige weitere hinzu, die mit ihren Experimenten in Sachen Unternehmensdemokratie auf sich aufmerksam gemacht haben. So bringt der Reader pointiert ein Thema auf den Punkt, das freilich nicht ganz überraschend kommt. Seit Jahren schon zeichnet sich eine neue Welle der Beteiligung der Mitarbeiter an Unternehmensentscheidungen ab. Und zahlreiche Unternehmen experimentieren mit neuen Formen der Beteiligung und Selbstbestimmung. Neu ist der Perspektivwechsel: Was bislang unter den Stichworten "vernetzte Organisation" und "Agilität" thematisiert wurde, wird nun unter dem Label "Unternehmensdemokratie" beleuchtet. Im Buch fehlt leider der von Übersee übertragene Konferenzvortrag von Tom Malone. Der nämlich hatte auch was zum Thema beizutragen: "When done well, democratic organizations can be more intelligent organizations." PS: Auf der Buchmesse ist das Buch von Managementbuch.de als "Managementbuch des Jahres 2015" ausgezeichnet worden. Verdient.
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Die Irrtümer der Komplexität Der Zustand, in dem wir leben und agieren

Stephanie Borgert: Die Irrtümer der Komplexität. Warum wir ein neues Management brauchen. GABAL Verlag, Offenbach 2015, 256 Seiten, 29.90 Euro, ISBN 978-3-86936-661-6

Irgendwas ist immer. Irgendwas, das Pläne scheitern lässt, Vorhaben durchkreuzt, Strategien ins Leere laufen lässt. Das das menschliche Streben mit seiner Unzulänglichkeit konfrontiert. "Irgendwas ist immer", diesen kleinen Satz hat die Autorin Stephanie Borgert ihrem Buch Die Irrtümer der Komplexität vorangestellt. Als die Kurzform dessen, was ein komplexes System ausmacht: dass immer etwas passieren kann, das sich nicht vorhersehen lässt, weil dieses System eben nicht einer definierten (und prinzipiell ergründbaren) Reihe von Ursache-Wirkungs-Beziehungen folgt. Ein Wissen, das abseits der üblichen Small-Talk-Bonmots (Wirbelsturm und Schmetterling, Sack Reis in China) erstaunlich wenig verbreitet ist. Für Borgert war das der Auslöser, ihr Buch zu schreiben. Und die Irrtümer der Komplexität offenzulegen. Irrtümer, "die im Management immer noch weitverbreitet sind", so die Autorin. Sie führt sie vor, einen nach dem anderen, fundiert und gut zu lesen. Und sie versteht es, das Irgendwas-ist-immer als Grundlage unseres Weltverständnisses auszubuchstabieren: "Komplexität ist nicht unser Gegner, sondern der Zustand, in dem wir leben und agieren."
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Komplexithoden Quadratisch, praktisch, gut

Niels Pfläging, Silke Hermann: Komplexithoden. Clevere Wege zur (Wieder)Belebung von Unternehmen und Arbeit in Komplexität. Redline Verlag, München 2015, 140 Seiten, 12.99 Euro, ISBN 978-3-86881-586-3

Über das Verzweifeln an der Komplexität in der globalen Unternehmenswelt ist schon viel geschrieben worden. So knackig Lösungen zu präsentieren wie diese Autoren, gelingt selten. Wie sagte Niels Pfläging neulich auf einem Kongress? "Komplexität ist wie das Wetter. Es ist nichts Schlechtes daran. Es ist nur Kacke, wenn man nicht darauf vorbereitet ist." Also, los geht’s. Mit Komplexithoden experimentieren, zeitgemäßen Werkzeugen, um Unternehmen und Mitarbeiter durch den komplexen Wirtschaftsalltag zu lenken. Ein inspirierendes Feuerwerk an Denkanstößen und Praxistools. Wunderbar lesbar, quadratisch präsentiert, auf den Punkt illustriert.
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Das Richtige gründen Vollschreiben, vollzeichnen, vollfehlern

Patrick Stähler: Das Richtige gründen. Werkzeugkasten für Unternehmer. Murmann Publishers, Hamburg 2015, 29.90 Euro, ISBN 9783867743846

Noch ein Existenzgründungsratgeber? Gibt es nicht schon genug davon? Patrick Stähler belehrt uns eines Besseren. Mit seinem Buch Das Richtige gründen legt der Experte für Geschäftsmodellinnovation einen Werkzeugkasten für Unternehmen vor, der nicht nur gut bestückt ist, sondern wirklich einlädt, damit zu arbeiten: "Dieses Buch will vollgeschrieben, vollgezeichnet und vollgefehlert sein", fordert der Autor zum Mitarbeiten auf. Stählers Gründungsansatz ist geprägt von Design Thinking und inspiriert von den Ideen von Entrepreneurship-Prof Günter Faltin. So geht es in dem - übrigens hervorragend gestalteten - Buch um Ideenfindung, Design des Geschäftsmodells, um Sichtachsen, um Bausteine und Varianten. Geschäftsmodelldesign statt Businessplan. Nicht zuletzt vermittelt der Autor jenen Optimismus, ohne den ein Gründer nicht auskommt: "Gründen Sie das Richtige, und es wird gehen."
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