Die changeX-Bestenliste April 2009

Buchempfehlungen der changeX-Redaktion | Top Eleven April 2009

 
Die kreative Revolution Die kreative Revolution
Was kommt nach dem Industriekapitalismus?

Wolf Lotter

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Wie brand eins-Autor und -Redakteur Wolf Lotter mit Unterstützung einiger Kreativexperten den fundamentalen Wandel vom Industrialismus zur Kreativökonomie herausarbeitet, hat Klasse: Es ist die erste grundlegende Vermessung der neuen Welt der Ideenwirtschaft. Lotter sagt: Eine neue Ökonomie entsteht, in der Ideen wichtiger sind als Produkte. In der Ideenwirtschaft schaffen Ideen passgenaue Lösungen für individuelle Bedürfnisse. Wer verstehen will, worum es in der Ideenwirtschaft geht, der muss dieses Buch lesen. zur Rezension

Animal Spirits Animal Spirits
Wie Wirtschaft wirklich funktioniert.

George A. Akerlof / Robert J. Shiller

Der Mensch verfolgt nicht allein ökonomische Ziele und handelt nicht immer rational. Ein provokanter, oft entwaffnend einfacher Blick auf die Ökonomie.

Akerlof und Shiller liefern die Theorie zum Crash des Kapitalismus alter Prägung. Dessen Krise ist Folge eines schiefen Modells von Wirtschaft. Was Keynes wusste, haben seine Nachfolger vergessen: Der Mensch verfolgt nicht allein ökonomische Ziele und handelt nicht immer rational. Es sind Animal Spirits, die ihn leiten. Sie auszublenden hat Folgen. Die Wirtschaft nach der Krise braucht eine neue Theorie. Ein neues Bild des Menschen. Ein provokanter, oft entwaffnend einfacher Blick auf die Ökonomie. Ein Perspektivwechsel, der jene nüchtern ins Licht rückt, die im Theoriegewitter so häufig im Schatten stehen: die - ganz normalen - Menschen. zur Rezension

Die Revolution der Innovation Die Revolution der Innovation
Wertschöpfung durch neue Formen in der globalen Zusammenarbeit

C. K. Prahalad / M. S. Krishnan

Wunderbar klar arbeiten die Autoren heraus, wohin die globale Ökonomie treibt: hin zu einer Form der Wertschöpfung, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht. Brillant!

C. K. Prahalad macht seinem Ruf, einer der wichtigsten Managementvordenker unserer Zeit zu sein, abermals alle Ehre. Wunderbar klar arbeiten er und sein Co-Autor M. S. Krishnan heraus, wohin die globale Ökonomie treibt: hin zu einer Form der Wertschöpfung, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht. Sie beschreiben die Entwicklung der globalen Ökonomie mit einer frappierend einfachen Formel: N = 1 und R = G. Kurz gesagt: Die Kundenerfahrung wird individuell, die Ressourcen aber gehen gegen global. Darin verbirgt sich ein neues Modell der Wertschöpfung, das dem des Industriezeitalters diametral entgegengesetzt ist. Brillant! zur Rezension

Warum Lernen glücklich macht Warum Lernen glücklich macht

Bertelsmann Stiftung (Hrsg.)

Kenntnisreich, anschaulich, knackig fassen die Autoren die wichtigsten Erkenntnisse zur Lernforschung auf solider Literaturbasis zusammen.

Viele Menschen haben es als Last erlebt, als Mühsal, als Langeweile: Lernen, das hieß für sie, Vokabeln, Formeln, Gedichte pauken. Das hieß Müssen. Das war nie, was es sein könnte. Es ist Zeit für einen Perspektivwechsel: Lernen ist pures Glück. Mit diesem Band ist der Bertelsmann Stiftung ein echter Hingucker gelungen. Kenntnisreich, anschaulich, knackig fassen die Autoren die wichtigsten Erkenntnisse zur Lernforschung auf solider Literaturbasis zusammen. zur Rezension

Klasse! Klasse!
Die wundersame Welt der Manager

Dagmar Deckstein

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Wundersam ist sie wirklich, die Welt der Manager. Dagmar Deckstein ermöglicht uns einen tiefen Einblick in die Welt der Wirtschaftslenker. Ungeschminkt zeigt sie, wie Manager ticken, wie sie denken, wie sie fühlen. Authentisch, direkt, auf der Basis von Gesprächsprotokollen entsteht so ein Bild einer kleinen Entscheiderkaste, die in ihrem Gestus der Unfehlbarkeit fatal an den Adel in der Zeit vor der Französischen Revolution erinnert. Absolut lesenswert. zur Rezension

Die gefühlte Ungerechtigkeit Die gefühlte Ungerechtigkeit
Warum wir Ungleichheit aushalten müssen, wenn wir Freiheit wollen.

Michael Hüther / Thomas Straubhaar

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Die Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft nimmt zu. Klar, oder? Die Ökonomen Michael Hüther und Thomas Straubhaar sind da anderer Ansicht. Sie sagen: Die gefühlte Ungerechtigkeit wächst. Ihre These: Verteilungsgerechtigkeit ist der falsche Weg. Der Wunsch nach Gleichheit bleibt in einer globalisierten und individualisierten Welt eine Utopie. Vielmehr geht es darum, faire Chancen auf Teilhabe zu sichern. Und das heißt vor allem: Bildung, Bildung, Bildung! Ein wichtiges Statement zu einem Thema, das uns noch beschäftigen wird. zur Rezension

Überflieger Überflieger
Warum manche Menschen erfolgreich sind - und andere nicht.

Malcolm Gladwell

Der Mythos vom Selfmademan ist ein modernes Märchen. Erfolg lässt sich nicht als Ergebnis persönlicher Anstrengungen erklären.

Unternehmenserfolg ist nicht planbar, das war die wohl wichtigste Bucherkenntnis des vergangenen Jahres. Und nun kommt Bestsellerautor Malcolm Gladwell und behauptet selbiges für den individuellen Erfolg: Der Mythos vom Selfmademan ist ein modernes Märchen. Erfolg lässt sich nicht als Ergebnis persönlicher Anstrengungen erklären. Natürlich zählen Talent und Fleiß, doch niemand kommt aus dem Nichts. Alle Überflieger dieser Welt profitierten von besonderen Vorteilen, außergewöhnlichen Chancen und einem fördernden kulturellen Umfeld. Die Konsequenz: Unsere Gesellschaft muss Chancen neu denken. Unsere Rezensentin Anja Dilk empfiehlt: „Ein suuuper Buch!“ zur Rezension

Was zu tun ist Was zu tun ist
Eine Agenda für das 21. Jahrhundert.

Thomas L. Friedman

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Die Welt ist flach. Aber auch heiß und eng. Und weil Klimawandel und Überbevölkerung den Planeten vor gigantische Herausforderungen stellen, kann nichts bleiben, wie es ist. Muss sich alles ändern. Zum Beispiel, dass Amerika besinnungslos Ressourcen verprasst und ohne Skrupel Unmengen von Kohlendioxid in die Atmosphäre bläst. Amerikas Chefkolumnist sagt Stopp. Jenseits alarmistischer Untergangsszenarien entwirft er die Vision für ein grünes Wirtschaftsprogramm, das Amerika an der Spitze einer grünen Weltrevolution marschieren lässt. zur Rezension

Schwester Helga Schwester Helga
Du maximierst mein Glück. Der Arztroman zur Mikroökonomie.

Thomas Hönscheid

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Ein Mann studiert Volkswirtschaftslehre, doch er verzweifelt fast an der Mikroökonomie. Seine Rache: Er schreibt einen Arztroman zu dieser Wissenschaft. Als Aufarbeitung der Empathieblindheit der Disziplin. Bislang das schrillste Wirtschaftsbuch der Saison. Mit einer klaren Aussage: Die Wirtschaftswissenschaften müssen damit aufhören, die Seligsprechung des menschlichen Egoismus zu zelebrieren. Wer Menschen nur in ihrem Kosten-Nutzen-Kalkül abbildet, der sieht nur niedere Instinkte. Jenseits davon aber beginnt das wahre Leben: mit der Fähigkeit zur Empathie. zum Interview

Die Numerati Die Numerati
Datenhaie und ihre geheimen Machenschaften.

Stephen Baker

Ein aufrüttelndes Buch, das zeigt: Im Web ist das Recht auf informationelle Selbstbestimmung kein Byte wert.

Logdateien, gewählte Telefonnummern, besuchte Webseiten, getätigte Einkäufe: Für sich genommen sagen solche Daten wenig - im Zusammenhang aber viel: Sie offenbaren unsere Vorlieben, Eigenheiten und Gewohnheiten. Unser ganzes Leben. Überall hinterlassen wir digitale Spuren, an die sich hoch spezialisierte Datenjäger heften. Stephen Baker deckt die verborgenen Machenschaften dieser „Numerati“ auf. Ein aufrüttelndes Buch, das zeigt: Im Web ist das Recht auf informationelle Selbstbestimmung kein Byte wert. zur Rezension

No Economy No Economy
Wie der Gratiswahn das Internet zerstört

Gisela Schmalz

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Wo liegt die Zukunft des Internets? Wohin geht seine Entwicklung: Free? Oder werden die User bereit sein, für qualitativ hochwertigen Inhalt auch Geld zu bezahlen? Gisela Schmalz sagt: Der Gratiswahn zerstört das Internet. Denn Free funktioniert nur für die Großen, die mit hoher Reichweite hohe Werbeerlöse erzielen. Die Kleinen aber müssen ihre Ökonomie im Web anders organisieren. Dazu gehört auch, dass qualitativer Content eben auch was kostet. Dafür aber gibt es nie gesehene Vielfalt. Ein informatives Buch zu einer wichtigen Debatte. zur Rezension

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