Die changeX-Bestenliste Mai 2009
Buchempfehlungen der changeX-Redaktion | Top Eleven Mai 2009
Wertschöpfung durch neue Formen in der globalen Zusammenarbeit
C. K. Prahalad / M. S. Krishnan
Wunderbar klar arbeiten die Autoren heraus, wohin die globale Ökonomie treibt: hin zu einer Form der Wertschöpfung, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht. Brillant!
C. K. Prahalad macht seinem Ruf, einer der wichtigsten Managementvordenker unserer Zeit zu sein, abermals alle Ehre. Wunderbar klar arbeiten er und sein Co-Autor M. S. Krishnan heraus, wohin die globale Ökonomie treibt: hin zu einer Form der Wertschöpfung, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht. Sie beschreiben die Entwicklung der globalen Ökonomie mit einer frappierend einfachen Formel: N = 1 und R = G. Kurz gesagt: Die Kundenerfahrung wird individuell, die Ressourcen aber gehen gegen global. Darin verbirgt sich ein neues Modell der Wertschöpfung, das dem des Industriezeitalters diametral entgegengesetzt ist. Brillant! zur Rezension
Was kommt nach dem Industriekapitalismus?
Wolf Lotter
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Wie brand eins-Autor und -Redakteur Wolf Lotter mit Unterstützung einiger Kreativexperten den fundamentalen Wandel vom Industrialismus zur Kreativökonomie herausarbeitet, hat Klasse: Es ist die erste grundlegende Vermessung der neuen Welt der Ideenwirtschaft. Lotter sagt: Eine neue Ökonomie entsteht, in der Ideen wichtiger sind als Produkte. In der Ideenwirtschaft schaffen Ideen passgenaue Lösungen für individuelle Bedürfnisse. Wer verstehen will, worum es in der Ideenwirtschaft geht, der muss dieses Buch lesen. zur Rezension
Wie Wirtschaft wirklich funktioniert.
George A. Akerlof / Robert J. Shiller
Der Mensch verfolgt nicht allein ökonomische Ziele und handelt nicht immer rational. Ein provokanter, oft entwaffnend einfacher Blick auf die Ökonomie.
Akerlof und Shiller liefern die Theorie zum Crash des Kapitalismus alter Prägung. Dessen Krise ist Folge eines schiefen Modells von Wirtschaft. Was Keynes wusste, haben seine Nachfolger vergessen: Der Mensch verfolgt nicht allein ökonomische Ziele und handelt nicht immer rational. Es sind Animal Spirits, die ihn leiten. Sie auszublenden hat Folgen. Die Wirtschaft nach der Krise braucht eine neue Theorie. Ein neues Bild des Menschen. Ein provokanter, oft entwaffnend einfacher Blick auf die Ökonomie. Ein Perspektivwechsel, der jene nüchtern ins Licht rückt, die im Theoriegewitter so häufig im Schatten stehen: die - ganz normalen - Menschen. zur Rezension
Die wundersame Welt der Manager
Dagmar Deckstein
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Wundersam ist sie wirklich, die Welt der Manager. Dagmar Deckstein ermöglicht uns einen tiefen Einblick in die Welt der Wirtschaftslenker. Ungeschminkt zeigt sie, wie Manager ticken, wie sie denken, wie sie fühlen. Authentisch, direkt, auf der Basis von Gesprächsprotokollen entsteht so ein Bild einer kleinen Entscheiderkaste, die in ihrem Gestus der Unfehlbarkeit fatal an den Adel in der Zeit vor der Französischen Revolution erinnert. Absolut lesenswert. zur Rezension
Bertelsmann Stiftung (Hrsg.)
Kenntnisreich, anschaulich, knackig fassen die Autoren die wichtigsten Erkenntnisse zur Lernforschung auf solider Literaturbasis zusammen.
Viele Menschen haben es als Last erlebt, als Mühsal, als Langeweile: Lernen, das hieß für sie, Vokabeln, Formeln, Gedichte pauken. Das hieß Müssen. Das war nie, was es sein könnte. Es ist Zeit für einen Perspektivwechsel: Lernen ist pures Glück. Mit diesem Band ist der Bertelsmann Stiftung ein echter Hingucker gelungen. Kenntnisreich, anschaulich, knackig fassen die Autoren die wichtigsten Erkenntnisse zur Lernforschung auf solider Literaturbasis zusammen. zur Rezension
Warum wir Ungleichheit aushalten müssen, wenn wir Freiheit wollen.
Michael Hüther / Thomas Straubhaar
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Die Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft nimmt zu. Klar, oder? Die Ökonomen Michael Hüther und Thomas Straubhaar sind da anderer Ansicht. Sie sagen: Die gefühlte Ungerechtigkeit wächst. Ihre These: Verteilungsgerechtigkeit ist der falsche Weg. Der Wunsch nach Gleichheit bleibt in einer globalisierten und individualisierten Welt eine Utopie. Vielmehr geht es darum, faire Chancen auf Teilhabe zu sichern. Und das heißt vor allem: Bildung, Bildung, Bildung! Ein wichtiges Statement zu einem Thema, das uns noch beschäftigen wird. zur Rezension
Du maximierst mein Glück. Der Arztroman zur Mikroökonomie.
Thomas Hönscheid
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Ein Mann studiert Volkswirtschaftslehre, doch er verzweifelt fast an der Mikroökonomie. Seine Rache: Er schreibt einen Arztroman zu dieser Wissenschaft. Als Aufarbeitung der Empathieblindheit der Disziplin. Bislang das schrillste Wirtschaftsbuch der Saison. Mit einer klaren Aussage: Die Wirtschaftswissenschaften müssen damit aufhören, die Seligsprechung des menschlichen Egoismus zu zelebrieren. Wer Menschen nur in ihrem Kosten-Nutzen-Kalkül abbildet, der sieht nur niedere Instinkte. Jenseits davon aber beginnt das wahre Leben: mit der Fähigkeit zur Empathie. zum Interview
Wie der Gratiswahn das Internet zerstört
Gisela Schmalz
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Wo liegt die Zukunft des Internets? Wohin geht seine Entwicklung: Free? Oder werden die User bereit sein, für qualitativ hochwertigen Inhalt auch Geld zu bezahlen? Gisela Schmalz sagt: Der Gratiswahn zerstört das Internet. Denn Free funktioniert nur für die Großen, die mit hoher Reichweite hohe Werbeerlöse erzielen. Die Kleinen aber müssen ihre Ökonomie im Web anders organisieren. Dazu gehört auch, dass qualitativer Content eben auch was kostet. Dafür aber gibt es nie gesehene Vielfalt. Ein informatives Buch zu einer wichtigen Debatte. zur Rezension
26 Thesen zur Bildung als Herausforderung im 21. Jahrhundert
Andreas Schlüter / Peter Strohschneider
Bildung ist mehr als Wissen, Können und Know-how. Bildung ist Persönlichkeitsbildung: der Erwerb der Fähigkeit, sich selbst und seine Beziehung zur Welt in Ordnung zu bringen.
Die aufgeregten PISA-Schock- und Fit-für-die-Wissensgesellschaft-Debatten sitzen einem großen Missverständnis auf: Bildung sei "Bildung für". Für den Job, für die Qualifikation, für die Konkurrenzfähigkeit des Landes. Das von Andreas Schlüter und Peter Strohschneider herausgegebene Buch Bildung? Bildung! mit seinen 26, auf jeweils eine These hin zugespitzten Aufsätzen rückt die Perspektive gerade: Bildung ist mehr als Wissen, Können und Know-how. Bildung ist Persönlichkeitsbildung: der Erwerb der Fähigkeit, sich selbst und seine Beziehung zur Welt in Ordnung zu bringen. So herum wird ein Schuh daraus. zur Rezension
Datenhaie und ihre geheimen Machenschaften.
Stephen Baker
Ein aufrüttelndes Buch, das zeigt: Im Web ist das Recht auf informationelle Selbstbestimmung kein Byte wert.
Logdateien, gewählte Telefonnummern, besuchte Webseiten, getätigte Einkäufe: Für sich genommen sagen solche Daten wenig - im Zusammenhang aber viel: Sie offenbaren unsere Vorlieben, Eigenheiten und Gewohnheiten. Unser ganzes Leben. Überall hinterlassen wir digitale Spuren, an die sich hoch spezialisierte Datenjäger heften. Stephen Baker deckt die verborgenen Machenschaften dieser „Numerati“ auf. Ein aufrüttelndes Buch, das zeigt: Im Web ist das Recht auf informationelle Selbstbestimmung kein Byte wert. zur Rezension
Die Wiederentdeckung der Emotion in der Wirtschaft
Johannes Siegrist
Ein kleines, in der Argumentation aber gewichtiges Büchlein. Die These: Nach der Maxime des größtmöglichen ökonomischen Nutzens gestaltete Arbeitsverhältnisse machen krank.
Ein kleines, in der Argumentation aber gewichtiges Büchlein widmet sich der Wiederentdeckung der Emotion in der Wirtschaft. Und das heißt: dem Ende des rein nutzenmaximierenden Homo oeconomicus. Waren es bislang neuere Ansätze in den Wirtschaftswissenschaften selbst, die an den Fundamenten der klassischen Lehre rüttelten, droht dem alten Paradigma nun Ungemach aus anderer Richtung. Johannes Siegrist zeigt unter Berufung auf neuere medizinische Studien: Nach der Maxime des größtmöglichen ökonomischen Nutzens gestaltete Arbeitsverhältnisse machen krank. Und das kommt teuer. Ein wichtiges Buch für ein notwendiges Ziel: eine auf Vertrauen, Kooperation, Fairness, Gerechtigkeit und Solidarität gründende Wirtschaft. zur Rezension
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