Offline im Marriott

Beim ersten Community-Treff von HRblue konnten Personaler Kontakte knüpfen.

Von Sylvia Englert

Gute Noten gab es beim ersten Community-Treff für die Kombination von Vorträgen und Networking.

Ein großer Tag für den jungen Human-Resources-Dienstleister HRblue: Über 30 Teilnehmer, davon 20 Personaler, fanden am 26. April, den Weg ins Marriott-Hotel, um sich über die neue Online-Community für Personalfachleute zu informieren oder sich nach dem virtuellen Austausch auch mal persönlich kennen zu lernen. Heike Gorges, Mitgründerin und CEO, stellte ihnen das Unternehmen vor. "Unsere ersten Mitarbeiter unterschrieben ihren Vertrag in den fast leeren Geschäftsräumen in Baldham, in denen nur ein paar Gartenmöbel standen. Ganz schön mutig!", erinnert sich Gorges an die Anfänge des im Juni 2000 gegründeten Start-ups. Heute arbeiten 15 Leute für HRblue - und sind unter anderem damit beschäftigt, das Material, das die Mitglieder der Online-Community abrufen können, immer auf dem neusten Stand zu halten. Vom Formbrief bis zu arbeitsrechtlichen Bestimmungen steht den Human-Resources-Mitarbeitern hier jede Menge Fachmaterial zur Verfügung. Noch gibt es in den Foren kaum ein Zeichen von Leben, doch demnächst soll eine Community Managerin den Austausch in Gang bringen.

Erste Bewährungsprobe von HRblue: GINIT.


Zwei Vorträge gehörten zum Programm des Community-Treffs: "Build up your Start-up - Mitarbeiterbindung durch professionelles HR-Management" war das Thema von Kienbaum-Berater Guido Biele. Er überraschte mit dem Umfrageergebnis, dass die Qualifikation und Flexibilität ihrer Mitarbeiter für die Unternehmen der New Economy noch vor Image, Bekanntheitsgrad und der schnellen Entwicklung neuer Produkte kommen. Um ganzheitliches Human Resources Management in der New Economy ging es im Vortrag von Arne Prieß, Mitgründer von HRblue und für das Consulting zuständig. Er erzählte von einem der ersten großen Kunden, der GINIT-Group, einem Spin-off der Fakultät für Informatik Karlsruhe. Zunächst bestand sie nur aus sieben jungen Computerspezialisten, doch inzwischen hat GINIT um die 50 Mitarbeiter. Als Prieß und sein Team Mitte 2000 die Aufgabe übernahmen, ein ganzheitliches Human Resources Management einzurichten, fanden sie dort weder HR-Strukturen noch einen HR-Manager vor. "Die direkt von der Uni zu Chefs gewordenen �ersten Sieben' hatten keine Führungserfahrung aus anderen Unternehmen, und ihnen war auch nicht ganz wohl dabei, dass sie auf einmal von Kollegen zu Führungskräften geworden waren", gab Prieß zu bedenken. Also entwickelten die HRblue-Leute erst einmal Jobprofile, ein Vergütungsmodell und ein Recruitment-System, kümmerten sich um die Führungskräfteausbildung und führten Feedback-Gespräche sowie ein Mentorenprogramm für neue Mitarbeiter ein. Einige der Probleme, die es dabei zu lösen galt: Oft fangen die Mitarbeiter der ersten Stunde für "Peanuts" an zu arbeiten und verdienen so nicht selten weniger als die Neuzugänge, die wegen des knappen Markts hohe Gehälter verlangen konnten. Über einen variablen, leistungsbezogenen Anteil des Gehalts ließ sich das etwas entschärfen. Alle Mitarbeiter bekommen Aktienanteile und eine Erfolgsbeteiligung.

Kaum kennengelernt, schon im Gespräch.


Nach den Vorträgen begann bei Lachsbaguette und Wein das Networking. Scheu zeigte sich von den Teilnehmern dabei keiner: Kaum hatte man sich an einen Tisch gestellt, war man schon mit jemandem im Gespräch. Als sich um halb elf die letzten Besucher verabschiedeten, hatten viele von ihnen Visitenkarten getauscht und neue Kontakte geknüpft. Gespannt blätterten die Leute von HRblue in den Feedback-Fragebögen, die viele Teilnehmer ausgefüllt hatten. "Das Feedback, das wir erhalten haben, ist durchgängig positiv bis sehr positiv, was die Organisation, Location und die beiden Vorträge angeht", zeigte sich Marketing Managerin Carola Metz nach der Auswertung zufrieden. "Am besten gefallen hat den meisten die Kombination aus Vorträgen und Networking." Die Zeichen stehen also gut für die nächsten Community-Treffs, die einmal im Monat, jeweils am vierten Donnerstag, abwechselnd in Berlin und München stattfinden sollen.

Sylvia Englert, Journalistin und Buchautorin, ist Redakteurin bei changeX.

www.hrblue.com

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Financial Times Prentice Hall

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