Neu in Arbeit & Leben

Mach mal Pause
Mit Pausen mehr erreichen - ein Essay von Ulrike Reiche
Mach mal Pause

Jeder vierte Mitarbeiter verzichtet heute auf seine Arbeitspause. Es wird durchgearbeitet und rangeklotzt. Das ist fatal. Denn Pausen erhalten die Leistungsfähigkeit und haben entscheidenden Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit und Produktivität von Unternehmen. Pausen reduzieren die Fehlerquote, verbessern die Lösungskompetenz und fördern Effizienz und Kreativität im Arbeitsprozess. Gefragt ist deshalb ein Mindshift, ein Wandel der Einstellung zur Pause: Pausen sind kein lästiges Übel. Sondern Voraussetzung für gute Arbeit und Unternehmenserfolg. 01.06.2017 zum Essay

Zwischendecke raus
Für ein demokratisches Europa der Regionen - ein Gespräch mit Ulrike Guérot
Zwischendecke raus

Der Riss geht tief in den europäischen Gesellschaften. Eine Politologin sagt: Die Spaltung durch den Rechtspopulismus lässt sich nur durch Schaffung eines neuen politischen Körpers überwinden. Einer europäischen Demokratie, die allgemeine politische Gleichheit verwirklicht: gleich bei Wahlen, gleich bei Steuern, gleich beim Zugang zu sozialen Rechten. Keinen europäischen Zentralstaat aber, sondern ein Europa, in dem die Regionen zum Träger des politischen Projekts werden. Das bedeutet, das europäische Haus zu entkernen: Zwischendecke raus, die Nationalstaaten dekonstruieren. 12.05.2017 zum Interview

Mehr Zivilgesellschaft, weniger Politik
Gegen Demokratie - das neue Buch von Jason Brennan
Mehr Zivilgesellschaft, weniger Politik

Demokratie führe zu schlechten, unklugen und irrationalen Entscheidungen, fördere antagonistische Positionen, wirke spaltend und mache Mitbürger zu Feinden. Es ist eine Breitseite gegen die Demokratie, die der amerikanische Philosoph und Politologe Jason Brennan abfeuert. Seine Alternative: Epistokratie, die Herrschaft der Wissenden. Ein provokatives Buch mit einem überraschend versöhnlich-pragmatischem Ausgang. Und einem wichtigen Grundanliegen: Mehr Zivilgesellschaft, weniger Politik! 12.05.2017 zur Rezension

Zusammenleben
Kooperation, nicht Konkurrenz ist das Prinzip des Lebens - ein Gespräch mit dem Biologen Josef H. Reichholf

Es schien so einfach, so klar: Die am besten angepassten Individuen - oft verstanden als die stärkeren - überleben im Kampf ums Dasein. Darwins Formel der Evolution als Grundprinzip des Lebens: Konkurrenz. Doch zunehmend etabliert sich eine andere Sicht auf die Dinge. Nicht Konkurrenz, sondern Kooperation ist die Grundlage des Zusammenlebens. Vom Einzeller bis zum Menschen und den von ihm geschaffenen Systemen. 28.04.2017 zum Interview

Dabeisein
Ideen für Geflüchtete 23: die Gutschein-Plattform HiMate

Die Aufnahme und Integration zahlreicher Geflüchteter verlangt neue Ideen, neue Lösungen und neue Wege. Kurz: soziale Innovationen. changeX trägt die besten Ideen zusammen. Folge 23: Die Gutschein-Plattform HiMate vermittelt kostenlose Kultur- und Freizeitangebote. 17.03.2017 zum Bericht

Auf dem Weg zu einem neuen Wir
Sozialrevolution! - das neue Buch von Börries Hornemann und Armin Steuernagel

Einem Erdbeben gleich wirft die technologische Entwicklung die Fundamente unserer Lebens- und Arbeitswelt um. Unser Sozialsystem ist diesem Umbruch nicht gewachsen. 130 Jahre alt, ist es auf ein traditionelles Arbeits- und Familienmodell ausgerichtet. Und es ist an feste Arbeitsplätze und Nationalstaaten gebunden. Das entspricht aber nicht mehr dem, wie Arbeit und Produktion heute organisiert sind. Geschweige denn in der Zukunft. Zwei Autoren haben sich internationalen Beistands versichert, um ihre These zu untermauern: Ohne Sozialrevolution führt die digitale Revolution ins Chaos. 17.03.2017 zur Rezension

Freunde des Menschen
Was Roboter, das Grundeinkommen und eine radikale Steuerreform miteinander zu tun haben - ein Gespräch mit Thomas Straubhaar

Die Roboter kommen und nehmen uns die Arbeit weg: die grassierende neueste Spielart von Zukunftsangst. Mit einem alten Feindbild: Technik als Arbeitsplatzvernichter. Doch Roboter sind nicht Feinde, sondern Freunde des Menschen, sagt ein Ökonom. Denn sie entlasten ihn von schweren, schmutzigen, stumpfsinnigen und gesundheitsschädlichen Arbeiten. Und steigern die Produktivität. Die Lösung ist somit nicht weniger technischer Fortschritt oder eine Robotersteuer. Sie liegt in einer intelligenten Verbindung zweier Systeme, Steuern und Soziales: Eine Quellensteuer auf alle Einkommen - eben auch die der Roboterbesitzer - dient zur Finanzierung eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle Menschen. Vom Baby bis zum Greis. 11.03.2017 zum Interview

Energieverschwendung
Der Trick mit dem Glück - das neue Buch von Emma Seppälä

Wir haben gelernt: Wer etwas erreichen will, muss sich anstrengen. Muss hart, konsequent, zielstrebig sein. Darf nicht nachlassen. Doch diese Vorstellung vom Erfolg führt schnurstracks in die Sackgasse. Denn intensive Emotionen, Druck, Selbstkontrolle und ständige Konzentration verschwenden die Energie, die Menschen zur Verfügung steht. Erst Ruhe und Gelassenheit, Entspannung und Nichtstun, Nichtkonzentration und Muße schaffen ein Gegengewicht zum Effizienzdruck. Es braucht ein Modell der Balance. 10.01.2017 zur Rezension

Kurzrezensionen & Shortcuts

Kurz aber oho
Shortcut: Die Mikropause - Break mit Potenzial
Kurz aber oho

Für Pausen habe ich keine Zeit. Der Standardspruch Vielbeschäftigter. Und so werden Pausen auf die große Pause, das Wochenende oder gar die Ferien verschoben - wo dann doch wieder die Arbeit einsickert. Muss nicht sein: Mikropausen sind eine kondensierte Alternative. Eine Mikropause geht immer. 09.06.2017 zum Shortcut

Buchtipps in Arbeit & Leben

Data for the People
Data for the People
Wie wir die Macht über unsere Daten zurückerobern

Andreas Weigend

Mitgestalter Individuum statt Regulator Staat

Nimm Dir das Leben, das Du wirklich willst
Nimm Dir das Leben, das Du wirklich willst
Warum wir weniger arbeiten und mehr Spaß haben sollten

Martin Cordsmeier

Lektüre mit umstürzlerischem Potenzial

Zeitmanagement im Takt der Persönlichkeit
Zeitmanagement im Takt der Persönlichkeit
Welche Zeitpersönlichkeit sind Sie? Und wie ticken die anderen?

Eva Brandt

Im eigenen Takt

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