Zukunft denken, Zukunft machen

Das Future Forum Lucerne am 21. und 22. März 2018
Text: Ursina Kellerhals

Jetzt Lösungen für die Herausforderungen von morgen und übermorgen entwickeln, das ist die Leitlinie des Future Forum Lucerne. Die zweitägige Aktionskonferenz eröffnet einen Experimentierraum zur Erarbeitung von Zukunftsszenarien, Lösungsansätzen und Aktionsplänen für konkrete Herausforderungen von morgen. Für Zukunftsinteressierte, die Lösungen erarbeiten und dabei neue und experimentelle Innovationsmethoden kennenlernen möchten.

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Zukunft ist gestaltbar. Dieser Überzeugung ist das Zukunftslabor CreaLab, ein interdisziplinäres Forschungskonsortium der Hochschule Luzern, das sich mit der Steuerung von Kommendem beschäftigt. Das Kernteam setzt sich zusammen aus Spezialisten aus Organisationsentwicklung, Innovationsmanagement, Kommunikations- und Medienwissenschaften, Sozialmanagement und -politik, Informatik, Architektur, Raumentwicklung, Wirtschaftsingenieurwesen, Kulturwissenschaften, Kunst und Design. Diese Spezialisten stammen aus verschiedenen Departementen und Instituten der HSLU. Auf fruchtbarem Boden können Erkenntnisse zum Schöpfen von Neuem und zum Verändern von Bestehendem wachsen; Bedingungen, Prozesse und Methoden von Innovationen werden nicht nur erforscht, sondern auch geschaffen und gefördert. Dabei werden Kontexte - Möglichkeitsräume - für kreatives Denken und Arbeiten geschaffen und genutzt. 

Neben zahlreichen Forschungsprojekten und Fachanlässen mit Praxispartnern aus der Wirtschaft organisiert das Zukunftslabor einmal im Jahr das Future Forum Lucerne. Am 21. und 22. März 2018 wird es nun schon zum vierten Mal stattfinden, und zwar unter dem Motto "Zukunft denken - Zukunft machen". Zukunft machen - wie soll das gehen?


Möglichkeitsräume schaffen und begehen


Das Future Forum Lucerne steht unter dem Patronat der Hochschule Luzern, finanziell muss es aber auf eigenen Beinen stehen. So wurde ein Format gefunden, welches verschiedene Interessen - nicht nur im finanziellen Sinn - gewinnbringend vereint. Während zwei Tagen werden sogenannte Challenges intensiv bearbeitet. Das sind Fragen, die einen Praxispartner - also ein Unternehmen - umtreiben. Der Praxispartner gibt eine solche Fragestellung ins Forum ein und erhält im Gegenzug für seine Unterstützung fundiert erarbeitete Lösungsansätze. Zusammen mit den Kosten fürs Teilnehmen finanziert dieses Challenge-Sponsoring das Forum. 

Die Teilnehmenden interessieren sich primär für die neuartigen Kreativmethoden, die jenseits des gängigen Managementrepertoires liegen und die Raum schaffen, um neu und ganz anders denken zu können. Über die beiden Tage lernt man verschiedene Methoden und ihre spezifischen Anwendungsmöglichkeiten kennen und probiert sie anhand der konkreten Fragen auch gleich aus. Manche eignen sich zum Öffnen des Denkraums, zum Erarbeiten möglichst vielfältig angelegter Szenarien, andere werden danach zum Konsolidieren der Vielfalt angewendet. Es sollen ja auch die meistversprechenden Szenarien gefunden und zu konkreten Handlungsanleitungen weiterentwickelt werden. Damit ist auch die zweite Zielgruppe des Future Forum Lucerne angesprochen. Ihre Vertreter stammen aus dem tertiären Forschungs- und Bildungsbereich; sie möchten die Methoden in ihren Fachbereichen anwenden und weitergeben. Die dritte Gruppe schließlich ist ebenfalls an den Methoden interessiert, kommt jedoch aus der Praxis, zum Beispiel aus Innovationsabteilungen von größeren Firmen oder aus der Beratung. Alle diese Bezugsgruppen tragen zur gemeinsamen Entwicklung von Herangehensweisen bei. Gleichzeitig werden auf diese Weise neue Netzwerke geschaffen.  

Zwischen den Workshop-Phasen sorgen Keynote Speakers für Denkanstöße; sie stellen ihre neuartigen Ansätze, aktuellen Forschungsergebnisse und innovativen Geschäftsideen vor. In den letzten drei Foren erwies sich dieses Format als fruchtbar für alle Beteiligten, als Win-win-win sozusagen.


Challenge-Sponsoring via Crowdfunding


Das Organisationsteam will sich jedoch aus Prinzip nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, sondern auch Bewährtes stets hinterfragen, Neues ausprobieren und daraus Erkenntnisse gewinnen - das ist seine Grundhaltung. So wurde dieses Jahr beschlossen, das Konzept des Challenge-Sponsorings zu erweitern. Neben Unternehmen, die wie oben beschrieben eine Challenge ans Forum bringen, soll jedermann mitbestimmen können, was unter die Lupe genommen werden soll. Im CreaLab-Kernteam wurden fünf Fragen definiert, die nun mittels Crowdfunding ans Forum gebracht werden können. Schafft es eine dieser Fragen, einen Crowdfunding-Betrag von 2.500 CHF oder mehr zu erreichen, so wird sie im März bearbeitet werden. Zudem erhalten Personen, die mindestens 250 CHF zu einer Frage beisteuern, ein Ticket fürs Forum (deutlich günstiger als zum Beispiel ein Early Bird Ticket.)  

Eine innovative Idee - und doch sind das digitale Sammeln und damit die "Demokratisierung" der Challenges erst zögerlich angelaufen. Momentan sieht es so aus, dass wohl eine der Fragen die Hürde knacken wird und es ins Forum schafft, und zwar: "Wie lässt sich die Experimentierfreudigkeit in der Gesellschaft institutionalisieren?" Eine Frage, die dem Zukunftslabor natürlich besonders am Herzen liegt. So wird das Experiment wohl trotz Anlaufschwierigkeiten nicht ganz misslingen.  

Wenn wir in Szenarien denken und die erstrebenswerten verfolgen, so wird die Zukunft gestaltbar sein. Davon ist das CreaLab überzeugt. 

Für das Zukunftslabor CreaLab: Ursina Kellerhals, Hochschule Luzern - Wirtschaft 

Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch bis zum Ende des Jahres. Jetzt Tickets sichern: Setzen Sie 250 CHF auf eine Zukunftsfrage in unserem Crowdfunding und erhalten Sie ein Ticket, wenn die Frage finanziert wird!  

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