Schade um Ideen in der Schublade

Positionen zum Ideenmanagement: Gerd Zillmer

Ideenmanagement mit Mut und Emotionen lautet das Motto der Konferenz Ideenmanagement. In einer Serie von Kurzinterviews sagen die Referenten, was sie von gutem Ideenmanagement erwarten.

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Gerd Zillmer ist Geschäftsführer der B | O | A GmbH und Vorsitzender des Arbeitskreises InCaS (Europäische Wissensbilanz) des IBWF. Auf der Konferenz Ideenmanagement wirkt er an den Denklandschaften "Ideen im Mittelpunkt" mit.
 

Herr Zillmer, was sollte gutes Ideenmanagement leisten?  

Für mich ist gutes Ideenmanagement, wenn alle Verbesserungsaktivitäten - Betriebliches Vorschlagswesen, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess etzetera - integraler Bestandteil der Unternehmenskultur sind. Das bedeutet: (a) Etablierung von einfachen und transparenten Methoden für die Mitarbeiter und das Management, (b) faire und nachvollziehbare Honorierung von Ideen, (c) konsequente Veröffentlichung von Ideen und deren Realisierung durch Teams und (d) regelmäßige Bekanntmachung von erzielten Ergebnissen beziehungsweise erschlossenen Potenzialen.
 

Worin liegt die zentrale Herausforderung beim Ideenmanagement? 

Sensibilisierung des Managements und der Mitarbeiter verbunden mit der Motivierung der Mitarbeiter ist eine zentrale Herausforderung. Dies ist aus meiner Sicht durch die Etablierung des Ideenmanagement als Marke zu erreichen und kann mit den Methoden des internen Marketings zur Weiterentwicklung der Unternehmenskultur beitragen. Dabei müssen die Führungskräfte die Rolle von Multiplikatoren übernehmen. Daneben können auch kontinuierliche Innovationsworkshops mit regelmäßigen Terminen den Prozess des Ideenmanagements nachhaltig begleiten.
 

Welche Bedeutung haben Mut und Emotionen im Ideenmanagement?  

Ich bin der Meinung, Ideen zu entwickeln und umzusetzen verlangt nicht Mut - im Sinne von Wagemut oder Beherztheit -, sondern erfordert eine offene Unternehmenskultur und das positive Miteinander.
Ideen sind immer mit Emotionen und Zweckvorstellungen verbunden. Betrachtet man die Emotionen Leidenschaft und Verantwortungsgefühl, so wird klar, in welchen Zusammenhang diese mit der Ideenfindung stehen. Deshalb müssen diese Emotionen auf die Bedürfnisse und Interessen der Mitarbeiter und des Unternehmen in ausgewogener Form gerichtet sein. Was erwarten Sie von der Konferenz Ideenmanagement? 

Ich bin das erste Mal bei dieser Veranstaltung und erwarte neue Erkenntnisse, die mein Themenschwerpunkt Wissensmanagement anreichern.
 

Was möchten Sie einbringen? 

Neben Kostenreduzierungen hat das Ideenmanagement positive Effekte auf Innovationskultur und Veränderungsprozesse sowie auf verbesserte Erschließungen des Humankapitals in den Unternehmen. Hier setzt auch die Wissensbilanz an. Unter dem Blickwinkel des Wissens als Wettbewerbsvorteil stellt sich die Frage nach der Bewertung der Effektivität und Effizienz des Wissensmanagements. Ein Ansatz, der diese Herausforderung aufgreift und die Bewertung von Wissen mit einer strategischen Perspektive zu verbinden sucht, ist die Methode "InCaS: Wissensbilanz made in Germany".
 

Eine Idee ist ... 

Es ist schade um jede gute Idee, die in der "Schublade" liegen bleibt.
 


changeX 08.03.2011. Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved.

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