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Arbeiten und führen im Team verlangt den ganzen Menschen - ein Gespräch mit Kurt Buchinger.
Einzelkämpfer sind passé, die Zeit der Helden ist vorbei. Der Grund ist einfach: Die Wirklichkeit ist zu komplex, als dass ein Hirn alleine ihr gewachsen wäre. Teams sind selber komplexe Gebilde und besser geeignet, mit Komplexität umzugehen. Doch Teams zu führen und in Teams zu arbeiten verlangt Fähigkeiten, wie sie in hierarchischen Strukturen nicht gedeihen können: Empathie, Zuwendungsfähigkeit, die Bereitschaft, den Anderen so zu akzeptieren, wie er ist. Das klingt ein Stück weit nach Liebe, beschreibt aber die Arbeitswirklichkeit, der wir uns annähern. Unaufhaltsam, denn in Sachen Komplexität gibt es kein Zurück.
Wie Menschen am besten wachsen und gedeihen - ein Essay von Ralf G. Nemeczek.
Viel zu viele Führungskräfte trainieren nur die Vernunft, die Gefühle verkümmern. Eine Sackgasse, sagt changeX-Autor Ralf G. Nemeczek. Denn wir können die beste Software im Kopf haben, wenn aber unser Betriebssystem nicht funktioniert, sind die Ergebnisse schlecht. Das Herz ist das menschliche Betriebssystem. Viele Manager heute versuchen, Mitarbeiter zu managen. Doch Mitarbeiter kann man nicht managen, Mitarbeiter wollen geführt werden! Denn merke: Ein Chef kann noch so gescheit sein, noch so viel Know-how haben, wenn er nicht weiß, wie er mit Menschen umgeht, nützt ihm sein ganzes Fachwissen nichts.
Wie können Politiker Zukunftsunternehmer werden - ein Essay von Artur P. Schmidt.
Politiker leiden wie Manager am gleichen Problem. Sie müssen für ihr Tun keine materielle Verantwortung übernehmen. Wenn Politiker versagen, vergeuden sie Steuergelder. Und werden trotzdem mit lebenslangen Renten belohnt. Wenn jedoch Unternehmer versagen, sind sie bankrott und ihre Zukunft steht in den Sternen. Deshalb sind sie ständig gezwungen, langfristig, innovativ und kreativ zu denken. Was also tun? Das Cockpit-Sichtfeld der Politik muss vergrößert werden. Wie? Routineaufgaben werden von Maschinen erledigt. Stichwort: E-Government. Dann haben Politiker wieder mehr Zeit, kreative Lösungen für die aktuellen Probleme zu finden.
Die Leadership-Pille - das neue Buch von Ken Blanchard und Marc Muchnick.
Führung ist nicht etwas, was man Mitarbeitern zuteil werden lässt, sondern etwas, was man mit ihnen teilt - in einer Kultur der Partnerschaft. Die amerikanische Management-Literatur entdeckt mal wieder das emanzipatorische Führungsverständnis europäischer Unternehmenskultur. Und versucht es, den US-Managercowboys in einfachen, klaren Worten zu vermitteln. Oder besser gesagt als Leadership-Pille zu verabreichen. Keine schlechte Idee, denn auch hierzulande haben noch viele Manager und Führungskräfte kräftigen Bedarf. Vor allem die, die Montagmorgen schon die Machtkeule schwingen.
Warum es zu wenige gute Chefs gibt - ein Gespräch mit Gerhard Zapke-Schauer.
Führung ist erlernbar wie Mathematik oder Autofahren. Doch viele Führungskräfte haben zu wenig Ahnung davon. Sie glauben, Führungswissen per se intus zu haben. Die Folge: Anstatt sich und ihre Fähigkeiten in den Dienst des Unternehmens zu stellen, streben sie ans helle Licht der Öffentlichkeit, wo sie auf Anerkennung und Macht hoffen. Ein Holzweg, sagt ein Zürcher Berater. Gute Führungskräfte sorgen dafür, dass Unternehmensziele überall in der Firma ankommen. Damit Mitarbeiter mitarbeiten können und wissen, in welchem Stück sie mitspielen. Leider hängen noch zu viele Unternehmen am Gängelband schlechter Chefs voller Egozentrik.
Warum wir mehr Unternehmer als Manager brauchen - ein Essay von Artur P. Schmidt.
Manager verwalten, bewahren, imitieren, denken kurzsichtig und stellen ihre persönlichen Interessen in den Vordergrund. Sagt der Publizist Artur P. Schmidt. Organisationen aber können nur von Unternehmern geführt werden, die ihre Intelligenz und Kreativität nutzen. Manager sind ein Auslaufmodell. Sie konzentrieren sich einzig darauf, die Dinge richtig zu tun, während Unternehmer sich darauf fokussieren, das Richtige zu tun. Die Dinge einfach nur richtig tun können Maschinen automatisch besser, während das Richtige zu tun vor allem menschliche Intelligenz erfordert. Die Konsequenz: Manager werden künftig durch Maschinen ersetzt.
Leadership in der Krise - die neue Ausgabe des Schweizer Magazins GDI-Impuls.
Korrupte Manager, Berater und Politiker stehen in Zeitungen und Büchern derzeit hoch im Kurs. Sie ruinieren das Land. Doch darum, so Heike Littger, sollen sich Journalisten und Staatsanwälte kümmern. Viel interessanter ist der Blick dahinter: Auf die innere Emigration oder auf das gegenseitige Misstrauen der Menschen. Ein spannender Ansatz - fordert er uns endlich auf, uns nicht nur als Opfer, sondern auch als Täter zu verstehen. Denn wir sind Teil des Systems und definieren die Spielregeln jeden Tag mit.
Leadership - das neue Buch von Rudolph W. Giuliani.
Er war der Held der Nation, der Engel im Inferno. Doch zwei Monate nach dem Terroranschlag war seine zweite Amtszeit als New Yorker Bürgermeister zu Ende. Er musste gehen und sein Volk verlassen. Damit wir ihn nicht vergessen, widmet er sich selbst ein Buch. Er war ein "Cäsar" im Chaos. Jemand, der über allem stand. Die Menschen haben ihn deshalb gebraucht. Übrig geblieben sind seine goldenen Führungsregeln. Hübsche Allgemeinplätze, die keiner mehr braucht.





