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Klick. Wie moderne Medien uns klüger machen - das neue Buch von David Pfeifer.
Neue Medien verblöden, machen tumb und faul, verdammen zur Passivität, beschwören letztlich den Untergang unserer Kultur herauf. Sind Teufelszeug. Dergleichen wurde schon gegen das Lesen vorgebracht, ebenso gegen Radio, Fernsehen, Video und nun gegen Internet und Computerspiele. Dumm nur, dass die Intelligenz der Menschen nicht ab- sondern zunimmt. Und das nicht trotz, sondern wegen der Medien, die sie nutzen. Wir sollten endlich aufhören, zwischen guten und bösen Kulturtechniken zu unterscheiden. Und anerkennen, dass neue Medien unsere Möglichkeiten erheblich erweitern. / 12.04.07
Journalismus, der fair und ohne ethnische Scheuklappen recherchiert, ist auf dem Balkan immer noch eine Seltenheit.
Der Fernsehsender TV Sutel strahlt seine Programme vor allem auf Romanis aus. Damit haben die Roma ein Medium, das ihre Kultur, Sprache und Musik pflegt. Im fragilen mazedonischen Friedensprozess erfüllt der Sender eine wichtige Funktion: Oft werden Sinti und Roma in den schwelenden Konflikten zwischen christlichen Mazedoniern und muslimischen Albanern an den Rand gedrängt. Oder schlimmer, wie Roma-Vertreter sagt: "Wir sind meist die Ersten, die gelyncht werden."
Anmerkungen zu Noam Chomskys neuem Buch Media Control.
Noam Chomsky fährt schweres Geschütz auf: Die US-Medien sind nichts als Propaganda-Agenten für Regierung und Wirtschaft. Mit der Aufgabe, die Öffentlichkeit auf Ereignisse einzustimmen, die sie eigentlich ablehnt. Denn ohne Propaganda würde beispielsweise kein Mensch Krieg führen. Wie aber ist die Situation in Deutschland? Darüber schreibt Chomsky nicht, aber wir. Von Meinungsvielfalt sind wir hierzulande weit entfernt. Wer genau hinsieht, erkennt nicht viel mehr als ein dürres Zweimeinungsland. Medienmonopole bereiten das Immergleiche immer gleich für die Immergleichen auf. Schluss damit.
Der 11. Global Dialogue in Hannover.
Zwei Tage lang diskutierten in Hannover Praktiker der nachhaltigen Entwicklung mit dem Publikum über das problematische Miteinander der Kulturen. Mit dabei: Teilnehmer aus 20 Ländern.
Ein Essay von Gundula Englisch über die Zukunft der Medien.
Kaum eine Branche zeigt sich so resistent gegen den Wandel wie die Massenmedien: ungesunde Machtkonzentration statt Beweglichkeit, formatisierte Ramschprogramme statt Qualität, plumper Publikumsfang statt Kundenorientierung. Damit verspielen die Massenmedien nicht nur ihre Legitimation, sondern auch das Vertrauen ihrer Kunden. Wie lange das noch gut geht, ist eine Frage der Zeit. Denn der Feldzug gegen die mediale Zwangsernährung hat längst begonnen.
Heike Littger berichtet über Stagnation und Bremsklötze in alten und neuen Medien.
Emsiges Treiben. Unternehmen tüfteln an neuen Geschäftsmodellen. Anscheinend. Blickt man jedoch hinter die Kulissen, zeigt sich ein anderes Bild. Die Unternehmen setzen wieder auf linientreue Soldaten und unterbinden mit aller Macht Weitsicht, Weiterdenken und Kreativität. Ernüchternd? Nein. Sondern der Aufruf, die Fackel der Neuen Ökonomie mit erhobenem Haupte weiterzutragen.
Living in the Corporate Zoo - das neue Buch von Richard Scase.
Während sogenannte Experten über Pro und Contra der Globalisierung streiten, zieht die Karawane munter weiter. Nationale Grenzen oder schmierige Industriekapitalisten stehen den neuen Wissensarbeitern schon lange nicht mehr im Weg. Deswegen watet Richard Scase nicht im Jammertal, malt keine rosaroten Szenarien an die Wand. Er beschreibt sachlich das Sowohl-als-auch und bietet Orientierung. Die einzige Möglichkeit, Menschen ihre Angst vor der Freiheit zu nehmen und ihnen letztendlich alle Entfaltungsräume auf ihrem Lebensweg zu garantieren.
Die Eichstädter Studie beschäftigt sich mit der Gewalt an Schulen - und kommt zu überraschenden Ergebnissen.
Die Schüler sind besser als ihr Ruf. Gewalt findet auch an Schulen statt, aber nicht nur dort - und ihr Ausmaß ist bei weitem nicht so erschreckend, wie sensationslüsterne Medienberichte glauben machen wollen. Dies sind die Ergebnisse der ersten sozialwissenschaftlichen Studie, die die These zunehmender Gewalt an Schulen einer empirischen Überprüfung unterzog.
In den Neuen Medien versuchen sich Gewerkschaften als Dienstleister.
Gewerkschaften und die New Economy stehen einander bisher als getrennte Welten gegenüber. Vor allem die besonders innovative Multimediabranche droht zur gewerkschaftsfreien Zone zu werden. Das freilich wollen und können die traditionellen Arbeitnehmerorganisationen nicht hinnehmen - und suchen nach neuen Wegen. Zum Beispiel connexx.av: Seit 1999 betreut das Gewerkschaftsprojekt von vier Büros aus Festangestellte und Freie in Medienberufen - per E-Mail und bundesweiter Hotline. Der Versuch, mehr Kundenorientierung in die Gewerkschaftsarbeit zu bringen, ist erst einmal auf drei Jahre befristet.
Werbung und Medien schaffen täglich immer neue Nullsummenformate und Ablenkungsstrategien - ein Blick hinter die Kulissen.
Werbung und Medien verhindern die Selbsterkundung jedes Einzelnen. Das hinterlässt gähnende Leere im Innern der Menschen und draußen einen prallen Warenkorb voller Träume und Projektionen. Eine neue Ethik jedoch fördert die Reise ins Innere.





