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Die Exponentialgesellschaft - zum Buch von Emanuel Deutschmann und den Tücken exponentiellen Wachstums / 23.02.2026
"Wicked Problems" nennt man tückische, vertrackte, schwer lösbare, oft globale Problemlagen, die sich durch ihr hohes Maß an Komplexität, Unsicherheit und Mehrdeutigkeit auszeichnen. Armut gehört dazu, das Artensterben, der Klimawandel vor allem. Was die Erderhitzung so tückisch macht, ist das, was sie treibt: exponentielles Wachstum. Genauer: das offensichtliche Unvermögen der Menschheit, die Exponentialfunktion zu verstehen. Woran das Denken meist scheitert: dass unendliches Wachstum zwar mathematisch möglich ist - aber nicht in einer endlichen Welt. Besonders vertrackt ist aber, dass nicht nur die Emission von Treibhausgasen exponentiell wächst. Vielmehr schießt eine ganze Reihe von Wachstumskurven exponentiell nach oben. Der Soziologe Emanuel Deutschmann erkennt darin das bestimmende Merkmal unserer spätmodernen Gesellschaften. Um sein Buch Die Exponentialgesellschaft geht es in unserer vertiefenden Rezension. Und um die Schwierigkeiten, solche tückischen Vertracktheiten zu verstehen.
Die Bücher des Jahres ausgewählt von pro zukunft und changeX / 18.12.2025
Die inspirierendsten Bücher des zurückliegenden Jahres. Ausgewählt von pro zukunft und changeX: Sachbücher, die gesellschaftliche Entwicklungen kritisch reflektieren und neue Zukunftsperspektiven eröffnen. Bücher für zukunftsweisendes Denken. Bücher, die helfen, die Welt im kommenden Jahr 2026 zu verstehen. Hier die ausgewählten Bücher etwas ausführlicher vorgestellt.
Ein Interview mit Andreas Reckwitz über die Gesellschaft der Singularitäten / 02.02.2018
Wird der Wandel zur postindustriellen Gesellschaft, den wir längst vollzogen glaubten, erst jetzt wirklich spürbar? Ein Soziologe sagt: Er vollzieht sich als Übergang vom Allgemeinen zum Besonderen. Wir erleben den Eintritt in die Gesellschaft der Singularitäten. Das spiegelt sich in den industriellen Produkten, die keine Massenprodukte mehr sind, sondern höchst individualisierte Erzeugnisse. Und es spiegelt sich im Leben der Menschen, für die das Einzigartige, Unverwechselbare zum Lebensziel geworden ist. Offen aber bleibt, wie sich eine singularisierte Gesellschaft zusammenhalten lässt. Klar ist: Wenn nur noch das Singuläre zählt, wird die Arbeit am Allgemeinen zur zentralen Aufgabe.



