Jedem das Seine

Neue Tools für zielgerichtete Personalentwicklung und Bildungscontrolling.

Von Nina Hesse

Weiterbildung nach dem Gießkannenprinzip verschwendet Zeit und Geld. Professionelle Personalentwicklung verlangt, dass das Unternehmen einen genauen Überblick über die Kompetenzen seiner Mitarbeiter hat. Um das zu ermöglichen, hat LS training and services das Siemens Personal Assessment Skill System ( S@PASS) entwickelt, das verschiedene webbasierte Tools enthält.

Immer wieder erleben Seminarleiter, dass in ihren Kursen einzelne Teilnehmer sitzen, die dort nicht hingehören. Mal ist jemand dabei, der zu wenig vom Thema versteht und nur mit Mühe folgen kann. Ein anderes Mal hat der Teilnehmer schon so breite Vorkenntnisse, dass er unterfordert ist. Für beide ist der Kurs verschwendete Zeit und falsch investiertes Geld. Eins ist klar: In Zeiten knapper Budgets ist es wichtiger denn je, dass passgenau fortgebildet wird.
Genau dafür hat LS training and services gemeinsam mit der Softwarefirma aXon ein System entwickelt: das Siemens Personal Assessment Skill System ( S@PASS). "Es läuft inzwischen in der dritten Generation und hat sich als sehr nützlich für die professionelle Personalentwicklung erwiesen. Mit S@PASS gelingt es, kleine und homogene Gruppen für ein gezieltes Training zu identifizieren", berichtet Trainingsmanagementleiter Peter Naunheim. "Es besteht aus mehreren Bausteinen: einer Potenzialanalyse (Wissenstest und Selbsteinschätzung), einem Test- und Zertifizierungssystem sowie einem Feedback-Modul." Das System unterstützt die Personalabteilung bei der Planung, indem es die individuellen Kompetenzen der Mitarbeiter analysiert, den jeweiligen Qualifizierungsbedarf ermittelt und die Ergebnisse in grafischen Übersichten aufzeigt. Auf dieser Basis kann das Unternehmen die Weiterbildung bedarfsgerecht planen - genau abgestimmt auf jeden einzelnen Mitarbeiter. Kein Mitarbeiter bleibt länger als nötig in einer Trainingsmaßnahme. Das spart Zeit, senkt Kosten und garantiert hohe Motivation.
Praktisch dabei: Da das System auf Internet-Technologie basiert, kann es leicht in bestehende Personalmanagementsysteme integriert werden. Es mit dem Logo und Layout der jeweiligen Firma zu versehen und so dem Corporate Design anzupassen ist ebenfalls kein Problem. Bewährt hat sich das System längst: Die Zeitarbeitsfirma Adecco suchte damit für die EXPO 2000 in Hannover Kundenbetreuer aus, und im Projekt SKIN testete LS training and services für Microsoft und Telekom über mehrere Jahre hinweg rund 4.000 Teilnehmer. Im Moment läuft es bei Siemens im Bereich Human Resources und soll dort einheitliches Recruiting sicherstellen.

Genaue Wissensanalyse.


So funktioniert S@PASS in der Praxis: Will beispielsweise ein Unternehmen von Microsoft auf Linux umsteigen, könnten die Experten von LS training and services mit dem System eine "Skill Gap Analyse" bei den Mitarbeitern durchführen. Dadurch lässt sich leicht feststellen, wie viel die Mitarbeiter bereits wissen und welche Trainings sie brauchen. "Gemeinsam mit dem Kunden erarbeiten wir die Definition der Skills, entwickeln den Fragebogen und definieren die Teilnehmergruppe", erklärt Naunheim die Arbeit der S@PASS-Berater. Dann absolvieren die Mitarbeiter einen etwa 30-minütigen Test, der aus einer Selbsteinschätzung des Mitarbeiters plus einzelner Wissensfragen besteht. Nicht nur Multiple-Choice, sondern auch acht andere Fragetechniken stehen dabei zur Auswahl.
Der Skill Gap Analyzer erfasst die Antworten, wertet sie aus und visualisiert die Ergebnisse. Dabei erweist sich etwa, dass ein gewisser Prozentsatz der Mitarbeiter 30 Prozent des benötigten Wissens hat und ein Basistraining braucht. Andere haben bereits 60 Prozent Know-how über Linux und sollten ein weiterführendes Training absolvieren. Die anderen brauchen nur einen Workshop, um ihrem Wissen den letzten Schliff zu geben. Durch die genaue Analyse ist der Lernerfolg deutlich größer - und der Return on Investment ebenso.

Wissensnachweis maßgeschneidert.


Doch wie lässt sich dieser Return on Investment nachweisen? "Bei Weiterbildungsmaßnahmen zählt das Ergebnis: Haben die Teilnehmer die Ziele tatsächlich erreicht?", gibt Naunheim zu bedenken. "Verlässliche Antworten liefert S@PASS durch objektive, qualifizierte Wissensnachweise während und bei Abschluss des Trainings." Vor dem Training legen Berater und Kunde gemeinsam Inhalte und Ziele fest. Auf Grundlage dieser Vorgaben gestaltet LS training and services die Zertifizierung mit genau den Anforderungen, die dem Unternehmen entsprechen. Hinzu kommen maßgeschneiderte webgestützte Tests, die unter Prüfungsbedingungen in den Schulungszentren von LS training and services oder beim Kunden durchgeführt werden können. Die Tests umfassen außer klassischen Wissensabfragen praxisnahe typische Szenarien. Differenzierte Aufgabenstellungen stellen sicher, dass das Wissen so exakt wie möglich überprüft wird. Eine detaillierte Auswertung zeigt Unternehmen und Mitarbeitern, auf welchen Gebieten und in welcher Tiefe Wissen vorhanden ist.
Auch zum Selbsttest eignet sich das System. Bei einigen Kursen von LS training and services kann man es zur Vorbereitung von daheim aus nutzen und so seinen Wissensstand testen: Weiß ich bereits genug, um dem Aufbaukurs folgen zu können? Würde ich die Zertifizierung schaffen? Wer den Test nicht bestanden hat, dem wird aufgelistet, in welchen Bereichen er noch Defizite hat. Das ermöglicht gezielte Empfehlungen für Kurse.

Qualitätsmanagement mit Feedback.


Aber S@PASS kann noch mehr, denn integriert ist auch ein webgestütztes Tool speziell für Feedback. Schließlich sind es oft die Kunden, die die wertvollsten Informationen darüber liefern, wie gut Dienstleistungen und Produkte wirklich sind und wie sie noch besser werden können. Mit dem Feedback-Tool können Unternehmen mühelos Kundenstimmen einholen und auswerten. Erfasst werden die Informationen per Online-Fragebogen; die Daten lassen sich direkt aus dem System exportieren und stehen dann für beliebige Auswertungen zur Verfügung.
"Zunächst wird der Fragebogen individuell gestaltet", erklärt Naunheim. "Vier verschiedene Fragetypen - beispielsweise Volltexteingaben oder Ankreuzskalen - machen es möglich, für jede Frage das passende Antwortformat zu finden. Nach der Freischaltung können die Teilnehmer den Fragebogen ausfüllen." Alle Eingaben werden sofort in einer Datenbank erfasst. Dadurch hat man die Möglichkeit, auch Zwischenauswertungen wie zum Beispiel Trendanalysen durchzuführen.
Vorteile hat das Tool für beide Seiten: Unternehmen können damit kostengünstig, einfach und schnell Umfragen durchführen. Und das örtlich ungebunden, aber mit einer zentralen Verwaltung aller Ergebnisse. Und die Teilnehmer freuen sich darüber, dass sie einen zielgerichteten Kanal für Kritik und Verbesserungsvorschläge vorfinden, der die Kommunikation vereinfacht und beschleunigt.

Nina Hesse ist freie Mitarbeiterin von changeX.

Kontakt:
Peter Naunheim
peter.naunheim@siemens.com
Tel.: 05251 825930

www.ls-training.de

Zum changeX-Partnerportrait: LS training and services.

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Autorin

Nina Hesse

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