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Karlheinz Steinmüller über Megatrends, die unser Morgen bestimmen werden - Folge 3 des Interviews mit dem Zukunftsforscher
Es ist paradox: In näherer Zukunft verläuft die Entwicklung meist langsamer, als man meint, auf lange Sicht jedoch sind die Umbrüche weit revolutionärer als erwartet. Denn die Denkmuster der Vergangenheit passen nicht auf die Zukunft. Wir können nicht sehen, was kommt. Uns fehlen allein schon die Kategorien, um Zukunft so zu denken, wie sie einmal sein könnte.
Das kooperative Gen. Abschied vom Darwinismus - zu dem neuen Buch von Joachim Bauer.
Was hat man uns das eingetrichtert: Survival of the fittest ist das Prinzip der Natur, im Großen wie im Kleinen. Die Metapher für das Leben schlechthin, von den ewigen Kämpfen um Revier, Macht und Status bis zu den egoistischen, gegeneinander agierenden Genen. Nun aber zeigt sich: Gene sind anders. Kooperativ, kommunikativ und kreativ passen sie sich an veränderte Bedingungen an und können sich dabei selbst verändern. Jetzt aber gilt erst recht: Wie im Leben auch. Die Metapher wird neu geschrieben. / 10.09.08
Die besten Bücher des Jahres - ausgewählt von der changeX-Jury.
Mehrere hundert Bücher haben wir in diesem Jahr wieder gesichtet und kritisch auf ihren Neuigkeitswert hin abgeklopft. Beinahe 200 davon haben wir rezensiert oder mit den Autoren Interviews und Hintergrundgespräche geführt. Jetzt ist es Zeit, die besten zu küren. Die Mitglieder der changeX-Jury haben ihre Toptitel des Jahres 2007 gewählt. Es wurden zwölf. Here are the Top Twelve 2007! / 06.12.07
Die Entstehung des Wohlstands. Wie Evolution die Wirtschaft antreibt - das neue Buch von Eric D. Beinhocker.
Wie entsteht Wohlstand? Die klassische Wirtschaftslehre weiß darauf keine Antwort. Denn sie blendet alles aus, was ihr nicht ins Konzept passt, Innovation ebenso wie Gesellschaft. Doch in den letzten Jahren gerieten die Grundannahmen der Wirtschaftswissenschaft zunehmend unter Beschuss. Der Homo oeconomicus erwies sich ebenso als Fiktion wie das klassische Gleichgewichtsmodell der Ökonomie. Ein Ökonom räumt nun mit den ollen Kamellen auf. Und fordert: Die Wirtschaftswissenschaft muss endlich anerkennen, dass die Welt komplex ist. Komplexität ist das neue Paradigma der Wirtschaft, Evolution ihr Funktionsmodell. So gesehen, ist Wohlstand Wissen. /28.08.07
Prinzip Menschlichkeit. Warum wir von Natur aus kooperieren - das neue Buch von Joachim Bauer.
Konkurrenz, Kampf und Auslese der Tüchtigen seien der Motor der Evolution, verkündete einst Darwin. Und begründete ein Dogma, das sich hartnäckig in den Köpfen hält. Ein Medizinprofessor und Psychotherapeut stellt nun Darwins Lehre vom Kopf auf die Füße: Nicht Kampf, sondern Kooperation ist die Wurzel aller menschlichen Motivation. Der Mensch ist von Natur aus auf Zuwendung und gelingende Beziehungen gepolt. Aber Kooperation gedeiht nicht von alleine. Sie will gefördert werden. Wir sollten mit unseren kooperativen Anlagen nicht geizen, sondern sie pflegen, kultivieren - ja verschwenden. / 21.02.07
Warum das Spiel des Lebens nicht zu kontrollieren ist - ein Essay von Peter Felixberger.
Per Knopfdruck lässt sich das Leben nicht steuern. Im Gegenteil: Es ist unvorhersehbar, komplex und damit nicht kontrollierbar. In einem Wort: Es ist ein grandioser Wirrwarr. Blöd ist nur, dass wir es ständig beherrschen wollen. Das Motto der Kontrollettis: Nichts darf mehr, nichts kann mehr passieren. Doch die Gegenwart schlägt einen neuen Takt: Chaos und Krise gehören zum Leben wie die Luft zum Atmen. Management schafft endlich Raum für Vielfalt. Statt kurzfristiger Gewinnmaximierung steht das langfristige Überleben im Mittelpunkt. Kontrollen werden auf das Mindestmaß reduziert.
Das Business-Gen. Wie sich der Mensch von der Evolution abkoppelt - das neue Buch von Peter Fuchs.
Der Mensch ist von Natur aus ein Spieler. Er handelt ökonomisch, um einen Gewinn zu erzielen. Aber nicht um des Teufels willen. Sagt ein Göttinger Ethnologe und folgert: Es geht in der Evolution nicht darum, dass profitgierige Wolfsnaturen ihre Artgenossen über den Tisch ziehen. Jede soziale Beziehung ist vielmehr eine Tauschbeziehung, ein Geben und Nehmen. Die Folge: Wirtschaft und Handel finden keineswegs zwischen Barbaren statt, sondern müssen - um langfristig erfolgreich zu sein - die Grundregeln sozialer Beziehungen beachten: gegenseitigen Ausgleich und Gleichklang. Wirtschaft gedeiht also nur in einem Klima der Harmonie. Das gilt für alle Menschen und Kulturen zu allen Zeiten. Ein Meisterwerk!
Living at Work-Serie | Folge 4 | - Zwölf Inspirationen von Michael Gleich.
Netze verbinden vielfältigste Knoten zu einem einheitlichen Ganzen, balancieren Chaos und Ordnung aus, organisieren Win-Win-Beziehungen und halten Attacken von außen besser stand als jedes hierarchische System. Aber in Netzwerken zu arbeiten und zu denken will gelernt sein.
Ein Gespräch mit Matthias Nöllke über erfolgreiches Management in der Natur.
Wer einzig und allein auf maximale Rendite setzt, könnte sein Todesurteil bereits unterzeichnet haben. Denn der Jäger ruiniert sich immer selbst. Er dezimiert seine Beute so lange, bis sie verschwunden ist. Dann wird er zum Opfer. Eines von vielen Prinzipien, welche die Natur in Jahrmillionen entwickelt hat. Ein Journalist hat versucht, einige für das Management in Unternehmen auszubuchstabieren. Seine These: Keines der Erfolgsprinzipien in der Natur gilt immer und überall. Im Gegenteil: Alles wird ausprobiert, fast alles geht schief, aber manches bewährt sich. Unser tägliches Schicksal: Versuch und Irrtum. Jede Form von Kontrolle ist Selbsttäuschung.
Warum ist der Eisbär weiß? - das neue Jugendsachbuch von Bas Haring.
Kann es wirklich sein, dass das vielfältige Leben auf der Erde, all diese komplexen Wesen, sich zufällig so entwickelt haben? Ja klar - dafür braucht man keinen Gott, behauptet der preisgekrönte Wissenschaftler und Autor Bas Haring. Vergnüglich und informativ erklärt er Evolution und Vererbung.





