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Das Verarmungsrisiko wächst, aber nicht in allen Schichten - ein Interview mit dem Sozialforscher Martin Ehlert
Das ist eine frohe Botschaft für alle Gutsituierten: Ihre Angst vor dem sozialen Abstieg ist unbegründet. Denn Menschen mit wenig Einkommen steigen häufiger ab. Eine Demokratisierung von Risiken gibt es bei Armut nicht. Hier ist es wie immer schon: Ein Risiko zieht das nächste nach sich. Und am Anfang der Kette steht meist die Armut an Bildung. Hier hilft nur eine Sozialpolitik für die Menschen - die ihnen hilft zu lernen, sich weiterzubilden, ihre Stärken zu entwickeln.
Die neuen Protestbewegungen, die Weisheit der Vielen und der Wunsch nach mehr Partizipation - ein Interview mit Roland Roth
Die Weisheit der Vielen. Leitmotiv der Internetkultur, und doch mehr als 2.000 Jahre alt: Kluge Entscheidungen zu treffen durch Beteiligung aller Bürger, war die Grundidee der attischen Demokratie. Sie erlebt heute eine Renaissance - als Protestbewegung gegen eine autoritäre oder minimaldemokratisch verkürzte Politik wie in einer Kultur der Vernetzung und des Mitmachens im Internet. Die Zeichen stehen auf Beteiligung und Teilhabe. In Politik und Gesellschaft wie in der Wirtschaft.
Über die Bedingungen erfolgreichen Lehrens und Lernens - ein Interview mit Gerhard Roth
Wir verstehen immer besser, wie unser Gehirn funktioniert. Dass es Sinn sucht, Muster und Zusammenhänge. Doch in der Praxis des Lehrens und Lernens ist das längst nicht angekommen. Noch immer arbeitet die Schule mit Methoden und Strukturen aus dem Industriezeitalter. Schlimmer noch: Unserem Bildungssystem ist das Wissen abhanden gekommen, was Schule, was Bildung soll. Da ist Nachhilfe gefragt.
Quereinsteiger in Bildung wollen vor allem ihr Wissen erweitern - ein Interview mit Thomas Freiling
Ich will mehr wissen; da ist noch was drin; ich habe mein Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Das motiviert Menschen, aus dem Beruf heraus ein Studium oder einen Berufsabschluss anzugehen. Mehr Geld und beruflicher Aufstieg spielen nicht die entscheidende Rolle. Quereinstieg in Bildung ist lebenslanges Lernen konkret. Nur wird dafür viel zu wenig getan.
Die Vorschau-Umschau von changeX - ein Streifzug durch die Herbstprogramme der Buchverlage (Folge 2)
Auf dem Buchmarkt beginnt die Herbstsaison. Wir begleiten den Saisonstart mit einem neuen Format: Unser Streifzug durch die Herbstprogramme der Buchverlage bringt eine Vorschau auf die kommenden Titel, die griffigsten Thesen und die wichtigsten Bücher. Folge zwei setzt sich auf die Fährte verschiedener Themen: Nachhaltigkeit, Zeit, Social Media, Intuition, Intelligenz, Orientierung, Zukunft, Bildung, Engagement, Demokratie, Partizipation. Und dazwischen scheint es immer wieder auf: das "Mehr mit weniger".
Der erste Elternkongress in Duisburg zeigt: Nur wenn die Eltern mitziehen, kann Bildung gelingen
Herkunft entscheidet über die Bildungschancen. Gerade in Deutschland. Der Einfluss des Elternhauses auf den Bildungserfolg ist weitaus größer als der von Schule, Unterricht und Lehrern zusammen. Doch sind Eltern vielfach überfordert. Wissen nicht, was zu tun ist. Haben mit Bildung nichts am Hut. Aber nur über ihre Einbindung und Teilhabe kann Bildung gelingen. Dazu braucht es Schulen, die begeistern.
Warum autonome Schulen effizienter und besser sind - ein Interview mit Michael Hüther
Bildung ökonomisch zu betrachten heißt, sie für die Ausbildung von Humankapital zu instrumentalisieren? Ein Missverständnis! Sagt ein Ökonom und Historiker. Und plädiert für beides: einen breiten Bildungsbegriff und mehr Effizienz im Bildungssektor. Denn eine effizient arbeitende Schule kann ihren Bildungsauftrag besser erfüllen als eine administrativ gegängelte.
Eine Aufwertung technischer Bildung bietet eine Perspektive für die Hauptschulen - Teil 2 des Interviews mit Willi Fuchs
Ein Ingenieur kritisiert: In Deutschland mangelt es an technischer Bildung. Und deswegen bleiben Potenziale junger Menschen unentdeckt: jener, die vielleicht nicht so eloquent sind. Aber geschickt beim Schrauben, Nageln, Sägen, Fräsen. Sie nicht hängen zu lassen ist ein zentraler Bildungsauftrag. Und vielleicht entsteht dabei eine neue Perspektive für die als Restschule diffamierte Hauptschule: als praktisch-technisch orientierte Bildungseinrichtung.
Lernen für ein gelingendes Leben - ein Interview mit Ulrich Schoof, Projektleiter European Lifelong Learning Indicators (ELLI)
Lernen, das ist mehr als Schule, Uni, Aus- und Weiterbildung. Lebenslanges Lernen bekommt nur in den Blick, wer schaut, wie und wo überall wir lernen: im Internet, mit Büchern, Apps und CD-ROMs, in der Freizeit, bei ehrenamtlicher Tätigkeit, im Verein, beim Sport, mit Freunden. In dieser weiten Perspektive wird auch deutlich, wie Lernen glücklich macht: indem es zu einem zufriedenen, gelingenden Leben befähigt. Kurzum: Was "Bildung" vor ihrer Humankapitalisierung meinte.
Vision Summit 2011: Hunderte Teilnehmer diskutieren über das Sozialunternehmertum der Zukunft
Was können Sozialunternehmer tun? Wie vorgehen? Welches Handwerkszeug brauchen sie? Was hat sich bewährt? Wo gibt es erfolgreiche Beispiele? Wie können sie mit Stiftungen und Unternehmen kooperieren? Wie Partner finden? Was voneinander lernen? Der Vision Summit richtet den Blick in die Praxis.





