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Julian Nida-Rümelins Die Optimierungsfalle - Todesstoß für den Homo oeconomicus
Die Ökonomie lebt von Voraussetzungen, die sie selbst nicht schaffen kann. Dazu gehören die Grundbedingungen menschlicher Gemeinschaft ebenso wie die jahrhundertelang gepflegten Tugenden Verlässlichkeit, Urteilskraft, Entscheidungsstärke, Besonnenheit, Empathie, Loyalität und Respekt, Achtsamkeit - und ohne Vertrauen und Kommunikation geht ohnehin nichts. Brillant entlarvt Julian Nida-Rümelin die Lehre vom rationalen Nutzenmaximierer als blutleere Schimäre. Rezension des changeX-Buch des Jahres 2011.
Warum Deutschland eine neue Humanismus- und Bildungsdebatte braucht - ein Gespräch mit Julian Nida-Rümelin.
Der Mensch ist ein soziales Wesen. Und das bleibt er auch - trotz Individualisierung und Traditionsverfall. Nur beizeiten muss man ihn daran erinnern: "Ich" zu sagen macht nur in einer Gemeinschaft Sinn. Nur noch "Ich" zu sagen ist reine Perversion. Julian Nida-Rümelin, Professor für Philosophie und Ex-Staatsminister für Kultur, plädiert deswegen für eine Bildungspolitik, die nicht auf die kurzfristige Verwertbarkeit von Wissen setzt, sondern den Menschen im humanistischen Sinne schult: Der selbstgefällige Homo oeconomicus ist in einer globalen Welt auf Dauer nicht überlebensfähig. Sondern nur selbstbewusste und urteilsstarke Individuen, die Entscheidungen fällen, Verantwortung übernehmen, Konsequenzen ziehen und zugleich immer und überall respektvoll und wertschätzend den Blick aufs große Ganze richten.





