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Neu: Die Studienumschau von changeX, Nummer 1/2011
Nur vordergründig geht es um Zahlen, Daten, Fakten. Um wissenschaftlich gehärtete Bausteine des Weltverständnisses. Studien, Forschungsergebnisse zeigen, wonach gesucht wird; sie liefern erste Antworten auf Fragen der Zeit. Und führen mitunter dazu, manches plötzlich mit anderen Augen zu sehen. Wir haben den Ergebnisstrom gesichtet. Und picken heraus, was uns aufgefallen ist. Die Studienumschau 1/2011.
30 Minuten Wissensmanagement als Wettbewerbsfaktor
Wissensmanagement erschöpft sich nicht im Strukturieren von Informationen in Ablagesystemen und Datenbanken. Sondern wurzelt tief in der Unternehmenskultur. Es geht um Vertrauen, Transparenz, Offenheit.
Geist ist eine Produktivkraft, die Unternehmen nutzen sollten - ein Gespräch mit Holger Rust.
Menschen seien die wichtigste Ressource eines Unternehmens, Wissen sein wichtigstes Kapital. Bloßes Managergeschwätz!, wettert ein Soziologieprofessor. Er sagt: Tatsächlich werden Hunderttausende von Mitarbeitern aus den intellektuellen Prozessen der Wertschöpfung verdrängt. Weil Manager zu engstirnig und zweckorientiert denken. Stattdessen sollten sie geistige Auseinandersetzung zulassen, offene Diskurse fördern, die unterschiedlichen Sichtweisen ihrer Mitarbeiter einbeziehen. Wer diesen Schatz zu nutzen weiß, sichert sich einen Vorteil im Wettbewerb. / 02.07.07
Erfolgreiche Unternehmen teilen Wissen, anstatt es zu horten - ein Essay von Gundula Englisch.
Vor einigen Jahren galt Wissensmanagement als der letzte Schrei. Heute liegt so manche sündteure Wissensdatenbank in ewigem Dämmerschlaf. Denn Wissensarbeit geschieht nicht in Maschinen, sondern zwischen Menschen. Erfolgreiche Unternehmen haben sich daher von der Illusion verabschiedet, man könne das Kapital in den Köpfen genauso planen, steuern und managen wie andere Geschäftsprozesse. Sie setzen stattdessen auf Vernetzung und offenen Austausch. Sie teilen Wissen, statt es zu horten. Und profitieren davon, dass es sich vermehrt. / 14.06.07
Competitive Intelligence in der Praxis - das neue Buch von Dietmar Pfaff.
Systematisch Informationen zu beschaffen und auszuwerten ist für Unternehmen immens wichtig. Doch besonders dann, wenn man mehr über Wettbewerber herauszufinden versucht, wird die Sache haarig und beginnt nach Spionage und Schnüffelei zu riechen. Wie weit kann man legal gehen, wo sollte man die Grenze ziehen? Pfaff gibt wichtige Tipps.
Employability fördern: wieso, weshalb, warum? - Ein Gespräch mit Jutta Rump.
Er ist der Traum eines jeden Personalers: der selbstbestimmte Mitarbeiter. Der um seinen Wert weiß und sich nicht als Verfügungsmasse begreift. Der sich fit hält für die Jobs, die in seinem Berufsleben noch kommen mögen. Und Lust hat, Neues zu lernen. Doch der Weg dorthin ist nach wie vor weit. Mitarbeiter ruhen sich auf ihrer Fachkompetenz aus und beäugen Fortbildungsprogramme mit skeptischem Blick. Und Arbeitgeber haben insgeheim Angst vor allzu engagierten Wissensträgern, Mitunternehmertum und Machtverlust. Eine Professorin aus Ludwigshafen bietet nun Nachhilfeunterricht und stellt sechs Jahre nach Eröffnung der Employability-Diskussion noch einmal klar: Wissen und Kompetenz sind der einzige Rettungshaken, der Mitarbeitern und deren Unternehmen in der heutigen Zeit bleibt.
Infonautik. Wege durch den Wissensdschungel - das neue Buch von Joscha Remus.
Wir googeln uns zu Tode. Hunderttausende von Treffern vernebeln den Blick auf das Wesentliche. Wie aber soll man durchblicken, wenn sich das Wissen schneller verdoppelt, als ein Menschenleben dauert? Ein Wissenschaftsjournalist und Trainer hat jetzt ein bemerkenswertes Buch über Infonautik vorgelegt. Die Kunst, zu entscheiden, was wichtig und unwichtig ist. Im Mittelpunkt stehen effiziente Methoden zum Suchen, Finden, Entrümpeln und Organisieren von Wissen. Und nicht mehr der Nürnberger Trichter, über den Wissen in ungebremster Menge und Geschwindigkeit ins Hirn geschaufelt wird.
Das Prinzip der Pyramide - das neue Buch von Barbara Minto.
Ideen klar und verständlich kommunizieren ist kein wilder Budenzauber, sondern folgt Regeln, die man lernen kann. Eine amerikanische Trainerin und Universitätsdozentin zeigt, wie es geht. Mit dem Prinzip der Pyramide: Der wichtigste und wertvollste Gedanke steht an der Spitze, darunter verzweigen sich streng hierarchisch weitere Ideen. Auf diese Weise sollen aus beliebigem Wissensallerlei klar strukturierte Berichte werden. Jenseits des Einheitsbreis von Powerpoint-Präsentationen, die mittlerweile jeden Ideen-Kleinschiss zu einer großen Wissensangelegenheit manipulieren.
Living at Work-Serie | Folge 10 | - Kai Romhardt über lebendiges Wissensmanagement.
Wissen ist wichtig. Deshalb versuchen viele Unternehmen, gezielt Informationen zu archivieren, Erfahrungsberichte abzuspeichern und Experten zu "melken". Doch das kann leicht dazu führen, dass man etwas Überholtes, Totes konserviert. Erfolgversprechender ist es, wenn die Mitarbeiter sich in Wissensgemeinschaften austauschen - wenn sie gewisse Spielregeln beachten.
Wissensmanagement. Strategien, Methoden, Fallbeispiele - eine digitale Fachbibliothek von Matthias Bellmann, Helmut A. O. Krcmar und Tom Sommerlatte.
Wissensmanagement wird in vielen Unternehmen auf der technischen Ebene betrachtet. Als Software unter vielen! Sie ist aber Teil eines tief greifenden Wandels der Unternehmenskultur. Wissen teilen, anderen vertrauen und mit ihnen kooperieren ist die unabdingbare Voraussetzung, um das Wissen in einer Organisation in vollem Umfang zu erschließen. Doch die industriegesellschaftlichen Bollwerke stemmen sich dagegen. Misstrauen verhindert das Fließen von Wissen. Eine CD-ROM versucht eine allgemeine Bestandsaufnahme, tappt aber selbst in diese Falle.





