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Zukunftskolumne 1: Das Kaufhaus für das 21. Jahrhundert.
Karstadt, Hertie, Kaufhof. Die Kaufhauskrise läutet mitnichten den Untergang des Warenhauses ein. Sie ist nur Ausdruck mangelnder Innovationskraft im Einzelhandel. Erforderlich ist ein Update der Kaufhäuser. MyStore ist die begeh- und erlebbare Antwort auf die Trends, die unser heutiges urbanes Leben prägen: Individualisierung, veränderte Konsummuster, Web-2.0-basierte Geschäftsmodelle und Wertschöpfungspartnerschaften. MyStore heißt: Kaufhäuser werden zur Open-Innovation-Plattform im echten Leben.
Von Selbstschraubern und Selbstfönern - Brigitte Holzhauer berichtet von der Tagung "Prosumer Revisited".
Auch eine Grenze, die verschwimmt: die zwischen Produzenten und Konsumenten. Immer mehr Menschen arbeiten aktiv an der Entwicklung von Produkten und Services mit, umsonst und ohne Gegenleistung. Warum sie das tun? Weil sie genug haben von one size fits all. Prosuming ist für sie ein Ausgleich zu standardisierter Arbeit und zu standardisiertem Konsum. Sie suchen kreative und selbstbestimmte Arbeit und genießen die Anerkennung in ihrer Community. Und bringen damit die Ökonomie zum Tanzen. / 15.04.09
Der arbeitende Kunde. Wenn Konsumenten zu unbezahlten Mitarbeitern werden - das neue Buch von Günter Voß und Kerstin Rieder.
Ein IKEA-Regal aufbauen, im Internet Banküberweisungen tätigen oder einen PC vorkonfigurieren - der Trend zum aktiven Kunden ist stärker denn je. Er packt mit an, wenn er Produkte oder Dienstleistungen billiger kriegen kann. Die beiderseitige Gewinnbeziehung ist definiert: Firmen sparen Kosten, Kunden kaufen billig. Zwei Soziologen sind anderer Ansicht: Konsumenten werden ihnen zufolge zu unbezahlten Mitarbeitern degradiert. Sie sind billig und willig. Falsch, sagt Peter Felixberger. Der Kunde von morgen denkt nicht mehr in Ausbeutungs- und Entfremdungskategorien. Er will mitverdienen und sich von den Massenmärkten emanzipieren.
Living at Work-Serie | Folge 35 | - Frank T. Piller über die Zukunft individuell konfigurierter Produkte.
Jeden Tag das gleiche Dilemma in Supermärkten und Geschäften. Egal, ob Obst, Hemden, CD-Player - alles gleichgeschaltete Einheitswaren! Viele Konsumenten haben darauf keine Lust mehr. Sie warten nicht mehr, bis das Unternehmen selbst auf die Idee kommt, ihre Produkte auf ihre Bedürfnisse hin zu optimieren. Sie wollen die Konsumwelt ganz und gar aktiv mitgestalten - Stichwort "Mass Customization".
Der Konsument emanzipiert sich - noch nie war seine Stellung so stark wie heute.
"Wir sind aufgewacht und verbinden uns miteinander", lautet eine der Losungen im berühmten Cluetrain-Manifest. Die Macht des Verbrauchers wächst - und die Massenkonsumgesellschaft befindet sich auf dem Rückzug. Der Trend geht hin zum kundenindividuellen Produkt, zur zielgenauen Kundenansprache und Werbung. In den Mittelpunkt rückt dabei der Prosument - die Verschmelzung aus Produzent und Konsument. Aus seinen Bedürfnisknäueln werden die neuen Produkte von morgen gestrickt.





