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Trend-Report 2006. Soziokulturelle Schlüsseltrends für die Märkte von morgen - die neue Studie von Matthias Horx und Christiane Friedemann.
Das Zukunftsinstitut bietet mal wieder sein jährliches Deutungsplastilin an. Das nehmen wir gerne auf und vermengen es mit den anderen tausend Plastilinresten, die im Medienwald herumliegen. Das macht Spaß, weil alle mitkneten dürfen. Was wiederum zum großen Haupttrend 2006 passt: die neue Ehrlichkeit. Keine Illusionen haben. Sich nichts vormachen. Der Realität ins Auge blicken. Das erfordert ein hohes Maß an Selbsterkenntnis und Selbstmanagement. Das Ausbalancieren von Glück und Unglück wird zur persönlichen Angelegenheit.
"Radikale Trends. Die manipulierte Zukunft" - die neueste Ausgabe der Zeitschrift GDI_IMPULS 3.04.
Ein ganzes Heft im Großkonjunktiv ferner Zukunft. Das Züricher Gottlieb Duttweiler Institut hat eine außergewöhnliche Ausgabe seiner Hauspostille herausgegeben. Mit dem Ziel, das Unmögliche zu erkunden. Es geht um fliegende Autos, plastische Menschen oder um Marktforschung mit Hilfe der Kernspintomografie. Um Handys im Zahn und per Fingerspitze. Allesamt radikale Gedankenexperimente für künftige Produkte. Dabei stellt sich die Frage, inwieweit über diese technologische und lebensweltliche Entfesselung nicht stärker debattiert werden müsste. Es wird nämlich langsam Zeit, wenn nicht nur Marketingstrategen und ihre wissenschaftlichen Erfüllungsgehilfen über unsere Zukunft entscheiden sollen.
Megatrends Basic - der neue GDI-Trendreport von David Bosshart und Karin Frick.
Die Schweizer GDI-Leute haben fleißig gelesen, exzerpiert und eine Menge Antworten auf die Frage gefunden: Wie läuft der gesellschaftliche und wirtschaftliche Wandel in den nächsten fünf Jahren? Sympathisch ist auch, dass sie in ihrer Erkenntnisarbeit bescheiden geblieben sind. Nach dem Motto: Gewiss ist nur, dass die Ungewissheit steigt. Für Einsteiger in die Welten des Wandels ist der Report ohne Wenn und Aber zu empfehlen. Aber der Preis? Horrend. Da dreht sich doch der alte Gottlieb Duttweiler im Grab um. Er galt als Fürsprecher der kleinen Leute. Sein berühmtester Satz: "Der Mensch soll im Mittelpunkt stehen und nicht das Umsatzdenken."
Ein Gespräch mit Matthias Horx über vergängliche Trends und wahre Werte.
Die Hochzeit der Massenprodukte ist vorbei. Die neuen Konsumenten sind individualistisch, aktiv und informiert und fordern dementsprechend hoch innovative Ware. Haben Unternehmen diese Lektion gelernt? Nein. Bis heute haben die wenigsten kapiert, was den modernen Verbraucher umtreibt und dessen Bedürfnisse verstanden. Denn dazu müssten sie ihre eigene Angst überwinden und die Zukunft als Chance begreifen. Keine leichte Aufgabe - vor allem in einem Land, in dem lautstarkes Jammern seit jeher belohnt wird.





