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Die Vorschau-Umschau von changeX - ein Streifzug durch die Herbstprogramme der Buchverlage (Folge 2)
Auf dem Buchmarkt beginnt die Herbstsaison. Wir begleiten den Saisonstart mit einem neuen Format: Unser Streifzug durch die Herbstprogramme der Buchverlage bringt eine Vorschau auf die kommenden Titel, die griffigsten Thesen und die wichtigsten Bücher. Folge zwei setzt sich auf die Fährte verschiedener Themen: Nachhaltigkeit, Zeit, Social Media, Intuition, Intelligenz, Orientierung, Zukunft, Bildung, Engagement, Demokratie, Partizipation. Und dazwischen scheint es immer wieder auf: das "Mehr mit weniger".
Wir erleben einen grundlegenden Wandel des Modells, mit Zeit umzugehen – ein Interview mit dem Zeitforscher Karlheinz Geißler.
Die Uhr hat ausgedient. Heute ist das Mobiltelefon das zentrale Instrument zur Zeitkoordination. Es steht für einen Wandel des Beschleunigungsmodells: Zeitverdichtung statt Steigerung der Schnelligkeit. Das verlangt Zeitsouveränität – es auch mal genug sein lassen.
Wie man einen klaren Blick auf das Wesentliche bekommt - ein Gespräch mit Anselm Bilgri.
Es sind nicht nur die Termine und die alltägliche Hatz, die uns das Leben schwer machen. Oft verstellen wir unser Oberstübchen mit geistigem Sperrmüll: Aufgeschnapptes, Fremdgedanken und Ansichten aus zweiter Hand, die den Blick auf das Wesentliche versperren. Ein Theologe und Philosoph sagt: Wir müssen unseren Kopf ausmisten, um wieder einen klaren Blick auf das eigene Denken zu bekommen. Das aber geht nur, wenn man sich Zeit nimmt, seine Gedanken schweifen zu lassen. Wahrer Luxus ist es, mit Absicht Zeit dahingehen zu lassen. / 11.06.07
Zeit. Der Stoff, aus dem das Leben ist. Eine Gebrauchsanleitung - das neue Buch von Stefan Klein.
Die Wahrnehmung der Zeit hängt von der Person ab, die sie erlebt. Jeder Mensch hat ein subjektives Zeitempfinden und eine eigene innere Uhr. Was wissenschaftlich immer klarer wird, ist im Lebens- und Arbeitsalltag oft noch ein Fremdwort. Da werden Schüler um acht Uhr ins Klassenzimmer befohlen, obwohl ihr biologischer Takt völlig anders tickt. Da sitzen Langschläfer um sechs Uhr im Pendlerzug und starren bewegungslos aus dem Fenster. Ein Berliner Wissenschaftsjournalist erklärt, wie wir am eigentlichen Leben vorbeischrammen. Im Schraubstock der äußeren Stechuhren. Ein Plädoyer, wie wir nicht länger Opfer eines von außen vorgegebenen Taktes bleiben, sondern endlich Herren unserer Zeit werden.
Ein Meer an Zeit - das neue Buch von Jörg Knoblauch, Johannes Hüger und Marcus Mockler.
Nichts weniger als ein neues Paradigma wollen die Autoren ihren Lesern vermitteln. Ihre These: Zeit zu haben beginnt im Kopf. Wer umdenkt und sich dazu gezielt entschleunigt, hat mehr vom Leben - und kann die gewonnene Muße in Sinn ummünzen.
Eine changeX-Serie in 30 Folgen. Jeden Freitag neu. | Folge 18: Warum haben wir nie Zeit? |
Politiker, Wissenschaftler und Journalisten verschleiern ihre Ahnungslosigkeit vor der Zukunft. Sie tappen im Dunkeln. Ihre Strategie: Jede Menge Ablenkungsmanöver. Immer die gleichen Fragen, immer die gleichen Antworten. Die Folge: In den Schlagadern der Macht pulsiert nur mehr zähes Monopolwissen. Das Volk sieht weg. Die changeX-Serie hat sich deshalb hinter den Herrschaftszäunen umgesehen. Und stellt Fragen, die auf Zwangslagen verweisen, aus denen immer mehr Menschen keinen Ausweg mehr wissen.
Wie man dem Diktat der Uhr entgehen kann - ein Gespräch mit Barbara Adam.
"Zeit ist Geld" und "Geld regiert die Welt". Schöner Mist! Wer nämlich Zeit und Geld gleichsetzt, muss schneller arbeiten und produzieren, um aus der Zeit so viel wie möglich herauszuholen. Sobald wir also Zeit gegen Geld tauschen, geraten wir in die Tretmühle der Beschleunigung. Eine englische Sozialwissenschaftlerin fordert deshalb, sich nicht länger dem Diktat der Uhr zu unterwerfen, sondern wieder natürliche Zeitrhythmen und individuelles Zeitempfinden zuzulassen. Am besten gleich mal jeden Tag ausgiebig frühstücken.
fast forward. Essays zu Zeit und Beschleunigung - das neue Buch von Hartmut Rosa.
Fernsehen macht blöd. Denn was wir dort wahrnehmen, hat mit unserem Leben nichts zu tun. Fernsehen reagiert nicht auf unsere Bedürfnisse und Stimmungen. Es hinterlässt keine Spuren in unserer Erinnerung. Vor der Glotze vergeht die Zeit im Fluge, ohne etwas zu hinterlassen. Trotzdem schauen die Deutschen immer länger fern. Sie sehen teilnahmslos zu, wie eine bescheuerte Sache nach der anderen passiert. Dabei ist der Aus-Knopf nahe. Auf den man ganz allgemein auch dann drücken sollte, wenn einem das Lebenstempo zu schnell wird. Denn wir haben das Recht auf unsere eigene Geschwindigkeit. Beim Arbeiten, Essen, Entspannen und Lieben. Mal langsam, mal schnell, wie es beliebt.
Living at Work-Serie | Folge 25 | - Norbert Bolz über den Menschen in der Informationsgesellschaft.
Ein Mensch aus dem frühen 20. Jahrhundert käme aus dem Staunen über die heutige Gesellschaft nicht mehr heraus. Nur noch mit Hilfe von Vertrauen lassen sich das Zuviel an Informationen und die hohe Komplexität bewältigen. Geschickt steuern Unternehmen mit Hilfe von Gefühlsmustern unsere Aufmerksamkeit. Und der wahre Luxus, die neue Leitwährung, ist nicht mehr Geld, sondern Zeit.
Trend 2004 - Arbeit Freizeit Eigenzeit - das neue Buch des Trendbüros Hamburg.
Das Hamburger Trendbüro liegt immer im Trend. Damit es so bleibt, müssen sich die üblichen Verdächtigen ins Zeug legen: Kelly, Bolz, Sprenger & Co. verraten dann, wohin die Gegenwart driftet. Am Trendtag werden die Geschenke ausgepackt. Das Fußvolk applaudiert. Der neueste Trend: die Eigenzeit. Wer wie ein Wilder arbeitet, muss abseits der flexiblen Panik Zeit für sich haben. In einer kostbaren Nische, in der man Zeit findet, sich den grundlegenden Fragen zu stellen: Wer sind wir? Wie wollen wir leben und arbeiten? Doch Eigenzeit bedeutet mehr: Die Menschen holen sich die Zeit zurück und bestimmen selbst, wem sie diese zur Verfügung stellen.





