Wirtschaften macht Sinn

3. ARENA für NACHHALTIGKEIT vom 15. bis 17. April 2010.

Auf der ARENA für NACHHALTIGKEIT erarbeiten Unternehmer gemeinsam mit Nachhaltigkeitsexperten und Wissenschaftlern drei Tage lang praktikable Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit: Ressourcenproduktivität, Wachstum und Führungskultur.

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Umsetzbare Lösungen zur dringend notwendigen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft zu entwickeln ist das wesentliche Ziel der ARENA für NACHHALTIGKEIT. Auch 2010 wird die Konferenz wieder ein Lern- und Explorationsraum für nachhaltiges Wirtschaften sein. Bereits zum dritten Mal wollen Unternehmer von ihrem Weg zur Nachhaltigkeit berichten und gemeinsam mit Wissenschaftlern und Experten sowie allen Teilnehmern Prozesse anstoßen, die in konkretes Handeln münden.
Obwohl die öffentliche Diskussion über ökologische und soziale Herausforderungen so zugenommen hat, dass der Eindruck entstehen mag, nachhaltiges Wirtschaften sei bereits Mainstream, liegt die entscheidende Herausforderung heute darin, den Schritt vom Wissen zum Handeln zu bewältigen. Dies ist der zentrale Ansatzpunkt der Konferenz: „Trotz einer Vielzahl von Initiativen bleibt vielerorts die Frage: Wie kommen wir vom Wissen zum Handeln? Genau dort setzen wir an und vermitteln praktisches Handlungswissen“, sagt Stephan Bode, Geschäftsführer des Bio-Seehotels Zeulenroda und Initiator der gemeinsam mit der Bauerfeind AG veranstalteten Konferenz, die vom 15. bis 17. April 2010 im Bio-Seehotel Zeulenroda stattfindet.


Ressourcenproduktivität, Wachstum und Führungskultur


Immer mehr Unternehmer erkennen, dass sie durch nachhaltiges Wirtschaften bei der Bewältigung der globalen Probleme mit teilweise verheerenden lokalen Auswirkungen eine wichtige Rolle spielen. Gleichzeitig sichern sie damit die eigene Existenz. Radikale Ressourcenproduktivität, Wachstum und eine neue Führungskultur sind hierbei die zentralen Stellschrauben.

Ressourcenproduktivität: Melodie des technischen Fortschritts im 21. Jahrhundert
Der Naturwissenschaftler und Umweltpolitiker Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker – weltweit anerkannt für sein Konzept „Faktor 4“, welches die Entkopplung von Naturverbrauch und Wohlstandsentwicklung sowie die radikale Reduzierung des Ressourcenverbrauchs fordert – spricht von der nächsten technologischen Revolution, die eine Verzehnfachung der Ressourcenproduktivität schaffen muss. Von Weizsäckers Mission ist die Erforschung und Entwicklung von Leitbildern, Strategien und Instrumenten für eine nachhaltige Entwicklung auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Innovationen zur Entkopplung von Naturverbrauch und Wohlstandsentwicklung bilden einen Schwerpunkt seiner Forschung. Auf der ARENA wird er Tools zur praktischen Umsetzung beleuchten und Erfahrungen aus dem unternehmerischen Alltag einbringen.

Die Evolution des Wachstums
Im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung steht Wachstum an oberster Stelle. Vom Aufschwung ist die Rede, mit dem Ziel, schnell und effektiv Wachstumshemmnisse zu beseitigen. Doch müsste nicht erst die Definition von Wachstum, die das Wirtschaftssystem der letzten Jahrzehnte geprägt hat, überprüft werden? Dafür plädiert Prof. Dr. Meinhard Miegel, der die aktuelle Wachstumsfixierung der Politik scharf kritisiert. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Denkwerk Zukunft hält es sogar für möglich, dass es in der anstehenden Transformation zu Stillstand oder gar Rückschritt kommt: „Das ist möglicherweise nicht auszuschließen. Natürlich versucht jeder, weiterzukommen, und jeder, mehr zu haben. Aber wir müssen doch im Auge behalten, dass das, was wir gegenwärtig haben, dazu geführt hat, dass viele Dinge kaputtgegangen sind.“ Die Debatte über Klima, natürliche Ressourcen und Umweltschutz ist für ihn „die andere Seite der Münze: Wo vorne Wachstum draufsteht, stehen eben hinten diese Dinge.“ Welche Art von Wachstum wir brauchen, wird Meinhard Miegel gemeinsam mit den ARENA-Teilnehmern ausloten. Mit dem Volkswirt Dr. Klaus-Heiner Röhl vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln und Michael Böddeker, Geschäftsführer des Energiedienstleisters ENTEGA, wird er kontrovers diskutieren.

Führen von der Zukunft her
Damit das für die Veränderung notwendige und auch vorhandene Wissen in Handlung umgesetzt wird, braucht es Unternehmer und Manager, die „von der Zukunft her“ führen. Dr. Ursula Versteegen, Mitarbeiterin am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston, wird mit den Konferenzteilnehmern einen Lernprozess anstoßen, der Mut machen soll, vorhandenes Wissen auch in Handlung umzusetzen. Versteegen setzt gemeinsam mit Prof. Dr. Otto Scharmer den von ihm entwickelten Führungsansatz „Theorie U“ um. Diese geht davon aus, dass Unternehmer und Manager bessere Chancen zur Bewältigung anstehender Probleme haben, wenn sie eine andere Herangehensweise entwickeln. Statt Lösungen in der Außenwelt zu suchen, rät Versteegen, sich auf Stärken, die im Unternehmer und in den Mitarbeitern selbst liegen, zu besinnen und innezuhalten, um dieses Potenzial für eine Veränderung von innen heraus aufzuspüren. Die Theorie U „ermöglicht, sich vorwärtszubewegen ins Offene, indem wir uns intentional von unserem alten Selbst verabschieden und eine Erneuerung von innen suchen, von der aus ein neues soziales Feld beginnt in die Welt zu kommen.“


Das Unterlassen unternehmen


Die Ansätze dieser Vordenker und einige ausgezeichnete Beispiele von Unternehmern, die auch unterlassen – zum Beispiel bedingungsloses Wachstum, Einsatz von Ressourcen, die Verwendung von schädlichen Stoffen, die Überlastung von sich selbst und Mitarbeitern –, machen Mut. Ein neues Unternehmerleitbild könnte also entstehen: das Unterlassen zu unternehmen.

3. ARENA für NACHHALTIGKEIT
15. bis 17. April 2010
Bio-Seehotel Zeulenroda, Thüringen
Teilnahmeinvestition:
bis 31. Januar 2010: 645,00 Euro
bis 28. Februar 2010: 714,00 Euro
ab 01. März 2010: 749,00 Euro
Die Kongressinvestition beinhaltet die gesamte Pausenverpflegung, Mittag- und Abendessen sowie die „Arena der Sinne“ – das Gala-Dinner am Freitagabend.

Tagesteilnehmer:
Teilnahme an zwei Tagen: 495,00 Euro
Donnerstag: 255,00 Euro
Freitag: 309,00 Euro
Samstag: 255,00 Euro

Ale Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Studierenden, Schülern, Start-ups und Erwerbslosen bietet das Bio-Seehotel 2010 die Möglichkeit, sich um ein ermäßigtes Ticket zur Teilnahme an der ARENA zu bewerben. Das Kontingent beträgt 30 Tickets zu einem Investitionsbeitrag von je 150,00 Euro (ohne Übernachtung). Bewerbung dafür bitte an arena@bio-seehotel-zeulenroda.de. Die Entscheidung über die Vergabe der Stipendien erfolgt am 31. Januar 2010.

Übernachtung im Bio-Seehotel Zeulenroda für das Einzelzimmer 89,00 Euro beziehungsweise für das Doppelzimmer 126,00 Euro pro Nacht inklusive Mehrwertsteuer.


changeX 28.01.2010. Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved.

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