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changeX berichtet vom Vision Summit in Berlin. Unser zweiter Bericht.
Mit seinen Begleit- und Vorveranstaltungen hat sich der Vision Summit zu einem Veranstaltungsmarathon in Sachen „anders wirtschaften“ entwickelt. Am Nachmittag des Workshops Citizen Entrepreneurship stehen Start-ups, Projekte, Ideen und Unternehmen im Zentrum. Und am Abend scheint dann eine große Vision auf: eine Gesellschaft nach dem Ende der Erwerbsarbeit.
Jeder Mensch sollte das tun können, was er wirklich will - ein Gespräch mit Frithjof Bergmann. Folge 3 der changeX-Serie über die neue Arbeitswelt.
Warum ist den Deutschen ihr Urlaub heilig? Vielleicht, weil die meisten Menschen ihre Erwerbsarbeit als milde Krankheit erleben? Als etwas, das man überlebt? Doch wenn die Arbeit fürchterlich ist, verhunzt das den Menschen, ruiniert ihn, verkrüppelt ihn. Sagt der New-Work-Vordenker Frithjof Bergmann. Denn Arbeit prägt den Menschen wie nichts sonst. Und deshalb ist es so wichtig, dass man eine Arbeit tut, auf die man stolz ist. Die einen Sinn hat. Die einen lebendiger macht. Solche Arbeit gibt Kraft. Die Voraussetzung ist, dass alle Menschen das tun können, was sie wirklich möchten. Das muss selbstverständlich werden. / 31.10.07
Drei Nächte lang tagte in Berlin die Avantgarde der Kreativwirtschaft - eine Reportage von Anja Dilk.
Nine to five. Für ein Heer von Angestellten ist das tägliche Tortur. Maloche. Zeit, die man irgendwie 'rumbringen muss. Bis zum Feierabend, bis zum Abhängen, bis zum Leben. Die Avantgardisten der Berliner Kreativwirtschaft indes machten die Nacht zum Tage und münzten das Trauma der Angestellten um zum Motto derjenigen, die gar nicht mehr spüren, ob sie arbeiten oder nicht. Für die Leben Arbeit und Arbeit Leben ist. Drei Tage lang tagte in der Hauptstadt ein Kongress der Werktätigen der anderen Art. Von neun Uhr abends bis fünf Uhr früh. Ohne Nachtzuschlag. / 29.08.07
Ein Gespräch mit Frithjof Bergmann über eine neue Arbeit und eine neue Kultur.
Noch nie war es so einfach, sich aus dem Würgegriff der Lohnarbeit zu befreien. Doch anstatt den goldenen Käfig zu verlassen, bleiben wir hocken und tun so, als genießen wir alle Freiheit dieser Welt. Für Frithjof Bergmann ist das schierer Selbstbetrug. Für ihn sind die deutschen Unteroffiziere Sklaven, die von einem Arbeitslager zum anderen fahren. Weder Beruf noch Freizeit stimmen froh. Dabei ist es nur ein kleiner Schritt in eine unvergleichlich intelligentere, humanere, sinnlichere und flamboyantere Welt. Wir müssen ihn nur endlich wagen.
Die Wertigkeit von Erwerbsarbeit - ein historischer Abriss.
In der Antike hatte Erwerbsarbeit ein negatives Image. Erst der Protestantismus verlieh der Arbeit einen moralischen Sinn. Heute ist sie der zentrale Ort für eine gesellschaftliche Teilhabe - doch auch das könnte sich wieder ändern.
Ein Essay über die neue Arbeitswelt, über Netzwerke und Partnerschaften zwischen Organisationen und Menschen, über mehr Selbstverantwortung für den Einzelnen, über Selbstverwirklichung und persönliche Entfaltung in neuer Lernumgebung.
Kooperieren in der Arbeitswelt ist für Kunden, für die Firma und letztlich auch für einen selbst die profitabelste Strategie. Wer kooperiert, hat bessere Beziehungen! Ein Netzwerk, das auffängt und Halt gibt.





