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Video-Interview: Wolfgang Schmidbauer über die psychischen Kollateralschäden des Kapitalismus und die Fähigkeit zur Empathie
Geld, Konsum, Effektivität. Vieles ist unserer Gesellschaft wichtiger als Gefühle und Beziehungen. Die Quittung: das Maß an Depression, an der sie leidet. Empathie aber braucht günstige Umstände, sagt der Psychologe Wolfgang Schmidbauer: Zeit, Langsamkeit. Und die Bereitschaft, Empathiefähigkeit zu lernen.
Wolfgang Schmidbauer über die psychischen Kollateralschäden des Kapitalismus und die Fähigkeit zur Empathie
Geld, Konsum, Effektivität. Vieles ist unserer Gesellschaft wichtiger als Gefühle und Beziehungen. Die Quittung: das Maß an Depression, an der sie leidet. Empathie aber braucht günstige Umstände, sagt der Psychologe Wolfgang Schmidbauer: Zeit, Langsamkeit. Und die Bereitschaft, Empathiefähigkeit zu lernen.
Ein ehrenamtlicher Verein organisiert schnelle und professionelle Hilfe für die Erdbebenopfer in Haiti.
In unserer globalisierten Welt will Hilfe so unmittelbar werden wie das Mitleiden mit Menschen in Not – auch wenn der Einsatzort am anderen Ende der Welt liegt. Empathie ist nicht länger privat, sondern wird selbst global. Ein Beispiel.
Jeremy Rifkin proklamiert die empathische Zivilisation.
Unsere Zivilisation steht an der Schwelle eines neuen Zeitalters: des Zeitalters der Empathie, das das Zeitalter der Vernunft ablöst. Sagt, um den großen Entwurf nie verlegen, der Soziologe Jeremy Rifkin. Doch verkitscht er seine Vision mit naivem Pathos. Zu Recht aber stellt er die Frage nach unserem Selbstbild neu: Wer sind wir? Wer wollen wir sein?
Marco Iacoboni erklärt, woher wir wissen, was andere denken und fühlen.
Für Spiegelneuronen galt bislang der Vorbehalt, ob es sie beim Menschen gibt. Ein italienischer Neurowissenschaftler sagt nun: Es gibt sie. Unser Spiegelneuronensystem ist nicht nur Grundlage von Empathie und Einfühlungsvermögen, sondern des sozialen Zusammenlebens schlechthin. Menschen sind auf einer fundamentalen Ebene zutiefst miteinander verbunden.
Kulturen der Empathie. Die Rezension des Buchs von Fritz Breithaupt.
Bestimmten früher Konkurrenz und Kampf das Bild vom Menschen, hat sich längst der Wind gedreht. Spätestens seit der Entdeckung der Spiegelneuronen gilt Empathie als das entscheidende Wesensmerkmal unserer Spezies. Nur, wie wählen wir aus, mit wem wir mitfühlen und mit wem nicht? Ein Literaturwissenschaftler sagt: Wir verstehen, indem wir die Handlungsmöglichkeiten eines anderen für uns nacherzählen, uns in die Haut des anderen denken: so, als würden wir aus dessen Augen schauen. / 09.06.09
Ökonomisch gesehen ist der Mensch eine Sau - ein Gespräch mit Thomas Hönscheid.
Ein Mann studiert Volkswirtschaftslehre, doch er verzweifelt fast an der Mikroökonomie. Seine Rache: Er schreibt einen Arztroman zu dieser Wissenschaft. Als Aufarbeitung der Empathieblindheit der Disziplin. Seine These: Die Wirtschaftswissenschaften müssen damit aufhören, die Seligsprechung des menschlichen Egoismus zu zelebrieren. Wer Menschen nur in ihrem Kosten-Nutzen-Kalkül abbildet, der sieht nur niedere Instinkte. Jenseits davon aber beginnt das wahre Leben: bei der Fähigkeit zur Empathie. / 10.03.09
Ein Streifzug durch aktuelle Bücher zum Thema Gehirn - Folge 6 und Schluss.
Mitgefühl ist offenbar nichts, was man hat oder nicht hat. Sondern gehört zu unserer biologischen Grundausstattung: Empathie, Verstehen, Mitfühlen sind in der Struktur unseres Gehirns angelegt. Darauf weist die Entdeckung der Spiegelneurone hin, die Handlungen und Verhaltensweisen anderer spiegeln. Sie ist eines der spannendsten Kapitel der Hirnforschung. Mit diesem Blick auf die biologischen Grundlagen des sozialen Zusammenlebens endet unser Streifzug durch aktuelle Bücher zum Thema Gehirn. / 27.10.08
Demokratie und Empathie werden die Wirtschaft der Zukunft prägen - ein Bericht vom "Wirtschaftswandel Event" in Stuttgart.
Mehr als 80 Prozent der Mitarbeiter sehen ihre Talente verschwendet. Sehen keine Chance, bei ihrer Arbeit einzubringen, was sie können und wissen. Und keine Chance, zu verwirklichen, was sie von Herzen gerne tun. Diese Verschwendung von Vermögen wird zu einem entscheidenden Treiber des Wandels. Denn nur eine humane Ökonomie, in der die Menschen mitentscheiden und mitgestalten können, kann diese Schätze heben. Voraussetzung ist die Demokratisierung der Wirtschaft. Und ihre Öffnung für Empathie und gegenseitige Hilfe. / 27.02.08
Die Kunst, ein freundlicher Mensch zu sein - das neue Buch von Stefan Einhorn.
Freundlich. Nett. Lieb. Unter erwachsenen Menschen haben diese Begriffe einen faden Beigeschmack. Klingen nach ein bisschen doof, nach nicht tough genug für unseren rauen Alltag. Unsinn!, sagt ein norwegischer Medizinprofessor. Und plädiert für einen Paradigmenwechsel in der Bewertung des freundlichen Menschen. Wirkliche Freundlichkeit ist nicht Fassade, sondern Lebenshaltung - ist gelebte Ethik. Ein freundlicher Mensch hat verstanden, worum es wirklich geht: Was wir für andere tun, tun wir auch für uns selbst. Freundlichkeit ist die Grundlage eines menschlichen Miteinanders, in dem Kooperation und gegenseitige Hilfe selbstverständlich sind. / 22.05.07





