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Wie eine neue Kontaktgesellschaft aussehen kann – ein Essay von Helmut Saiger.
Rauschte Deutschland in den Staatsbankrott, wir stünden ärmer da als die Griechen. In deren Gesellschaft nämlich hat sich ein sozialer Reichtum erhalten, der hierzulande oftmals erodiert ist: private Netze aus Familie und Verwandtschaft, informelle Tauschbeziehungen, gegenseitige Hilfe. Aber die Ego-Gesellschaft geht vorbei. Unsere Zukunft ist eine neue Kontaktgesellschaft.
Neue Studien auf den Punkt gebracht - Folge 5: Generationen-Barometer 2006.
Der Krieg der Generationen fällt aus. Denn keiner macht mit. Allen Kassandrarufen zum Trotz sind die Beziehungen zwischen Jung und Alt so gut wie nie zuvor: Für die überwiegende Mehrzahl der Deutschen ist die Familie Ort des Vertrauens, der Geborgenheit, von Solidarität und gegenseitiger Hilfe. In Zeiten turbulenten Wandels gibt sie Halt und Orientierung - und wandelt sich munter mit. Aus der herrischen Dressuranstalt von früher ist ein multilokales Mehrgenerationen-Netzwerk geworden. Familie heute: beeindruckend zeitgemäß. / 06.02.07
Wächst die Qualifikation der Bevölkerung, sinkt die Geburtenrate - ein Gespräch mit dem Familienforscher Hans Bertram.
Altenheim Deutschland, Greisenrepublik, Zeitbombe Bevölkerungsschwund - Publizisten und Politiker malen das Schreckgespenst einer aussterbenden Nation an die Wand. Stets mit dabei: der Vorwurf, die Kinderlosen seien schuld am Geburtenrückgang. Unsinn, sagt ein renommierter Familienforscher. Die Menschen stehlen sich nicht aus der Verantwortung, die Lebensverhältnisse ändern sich. In der Rushhour des Lebens bleibt zu wenig Zeit für Liebe und Partnerschaft. Beides aber geht nicht: eine hochqualifizierte Bevölkerung und eine hohe Geburtenrate. Insofern ist weniger mehr. / 24.01.07
Das Moses-Prinzip. Die 10 Gebote des 21. Jahrhunderts - das neue Buch von Horst W. Opaschowski.
Die Menschen vertrauen nicht mehr auf den Staat, warten nicht mehr, dass ein Ruck durchs Land geht, sondern werden selbst aktiv. Während Mainstream-Politik und -Wirtschaft wie Bleienten in der Reformbrühe untergehen, suchen sich immer mehr Menschen selbst einen Lebenssinn, machen sich selbst zum Unternehmer und schaffen sich selbst Arbeitsplätze, in denen sie Erfolgserlebnisse haben dürfen. Selbstdisziplin meets Selbstverwirklichung! Für ein gutes Leben ist man wieder selbst verantwortlich. Das Moses-Prinzip lautet: Trägheit und Bequemlichkeit überwinden, den Aufbruch wagen und dem Leben neue Ziele geben. Willkommen im Deutschland der Lebensunternehmer!
Clan Value. So machen Sie aus Ihrer Familie ein Unternehmen und aus Ihrem Unternehmen eine Familie - das neue Buch von Elisabeth Heller.
Mehr als 90 Prozent der Unternehmen hierzulande sind Familienunternehmen. Sie erwirtschaften knapp zwei Drittel des Bruttosozialprodukts. Eine Erfolgsstory, von der man lernen kann. Zum Beispiel die Erkenntnis: Unternehmen sind erfolgreich, wenn sie wie eine erweiterte Familie, wie ein Clan funktionieren. Ein sehr persönlich gefärbtes Plädoyer für eine Wirtschaft mit menschlichem Antlitz!
Warum der Spagat zwischen Arbeit und Kindern so nicht zu schaffen ist - ein Gespräch mit Marianne Dierks.
Die Väter und Mütter von heute: Erst wollen sie Kinder, dann wissen sie nicht, wohin mit ihrem Nachwuchs. Er will arbeiten, sie will arbeiten. Eine Sozialarbeiterin und Organisationspsychologin ruft die Wirtschaft, die Politik, die Gesellschaft dazu auf, diesen Wunsch endlich zu respektieren und wirklich sinnvolle Job- und Betreuungsmodelle zu entwickeln. Damit Männer und Frauen aufhören können, sich mit Hilfe von Au-pair, Tagesmutter und Oma-Opa mehr schlecht als recht durchs Arbeitsleben zu schlagen.
Wie Familien den Spagat zwischen Arbeit und Leben schaffen - ein Gespräch mit Anina Mischau.
Frauen zwischen 30 und 45 wollen immer weniger Kinder. Oft geht Karriere oder Wohlstand vor. Egal, die Familienplanung bleibt auf der Strecke. Gleichzeitig aber ist für junge Menschen die Familie wieder ein starkes Ideal. Junge Väter würden gerne Arbeit und Familie besser in Einklang bringen. Um dieser neuen Sehnsucht nach Familie gerecht zu werden, müssen Politik, Wirtschaft und Familien endlich aus ihrem Schneckenhaus heraus. Sagt eine Heidelberger Soziologin und fordert konkret mehr Flexibilisierung bei allen Beteiligten. Dazu gehört auch, Kinder endlich selbstständiger agieren zu lassen. Denn Kids wollen mehr Vertrauen, Anerkennung und Selbstverantwortung.
Wie man den Familienalltag in Balance halten kann - Ratschläge von Cordula Nussbaum.
Unser Lebenstempo hat angezogen. Selbst unsere Freizeit ist vollgepackt mit Ereignissen und Terminen. So viel wie möglich schaffen, lautet vielerorts die Devise: Freizeitaktivitäten, familiäre Verpflichtungen und Termine. Das Ergebnis: Stress, ein schlechtes Gewissen und schlechte Laune. Trainerin und Coach Cordula Nussbaum gibt Managementtipps aus der Berufswelt, um eine Bresche in den dichten Dschungel von privaten Aufgaben, Terminen und Hausarbeit zu schlagen. Und hat dafür den Begriff Privat-Life-Balancing entwickelt. Das Ziel: der Familienalltag im Einvernehmen mit Job und Karriere.
Living at Work-Serie Folge 7 | - Arlie Russell Hochschild über die Abkehr vom Privaten.
Bei einer soziologischen Studie unter amerikanischen Angestellten tauchte ein erstaunliches Phänomen auf: Immer mehr Berufstätigen erscheint die Arbeit als das Selbstgewählte, das Private als Last. Während der Job immer mehr flexibilisiert wird, gibt es daheim kaum unverplante Zeit, weil das Essen für die Kinder gekocht, Hausaufgaben kontrolliert und Freizeitaktivitäten organisiert werden müssen.
Warum Umdenken lohnt - ein Gespräch mit Sabine Asgodom über jammernde Männer und zaudernde Frauen.
Arme Männer. Früh müssen sie raus und bis spätabends schuften. Wenn sie dann endlich nach Hause dürfen, geht dort das Buckeln weiter. Die Frauen sind sauer und die Kinder wollen von ihren Vätern nichts wissen. Was bleibt? Kumpel, Sportschau, Bier. Für Asgodom ein schwacher Trost. Wer mehr erwartet als Dienst nach Vorschrift und Ehe nach Plan, muss begreifen: Nur wer wagt, gewinnt. Work-Life-Balance ist keine Luxusdebatte, sondern die Basis für ein erfolgreiches Leben. Das gilt im Übrigen nicht nur für Männer. Auch Frauen, so die Beraterin, müssen raus aus ihrer Jammerecke und die Angst vor dem Dasein verlieren.





