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Mit sturem Optimismus

Klimaoptimismus - die pro zukunft-Buchkolumne 01/2021, Teil 1
Sammelrezension: Clara Buchhorn, Stefan Wally

Vielleicht ist die Rede vom Kampf gegen den Klimawandel schon Teil des Problems: eines Denkens in Abgrenzungen, im Modus des Gegeneinander, der Abtrennung und Gegenüberstellung. Mensch versus Natur. Drei Bücher stellen wichtige Fragen: Geht es nicht um ein neues Verhältnis zur Natur? Und um ein neues Denken: ein Denken in langen Zeiträumen? Und in Zusammenhängen statt in Separationen? Ein Denken also, das Gesamtheit in den Blick nimmt.

Drei Bücher stellen wichtige Fragen.


Sich die Zeit nehmen, sich eine gute Welt vorzustellen


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Positive Ideen von der Zukunft sind motivierender als Angst. Das meinen Christiana Figueres und Tom Rivett-Carnac. Figueres war Exekutivsekretärin der Vereinten Nationen für den Klimawandel von 2010 bis 2016, Rivett-Carnac besonders am Zustandekommen der Pariser Verträge zum Klimaschutz beteiligt. Wie aber kann man angesichts der Entwicklung des Ausstoßes von CO2 noch Optimist sein? Sehen wir es so: Unsere Generation hat das Kapital, die Technologien und die Ideen, wie nicht nur der Klimawandel beschränkt werden kann, sondern wir uns sogar eine bessere Welt bauen können. Die Generation vor uns hatte die Mittel dazu nicht. Die Generation nach uns hat keine Chance mehr, wenn wir es nicht tun. 

Wir haben nicht nur die Chance, eine durch die Klimaveränderung drohende Krise des Planeten abzuwenden, wir können die Welt wesentlich schöner, besser und angenehmer machen. In der Publikation The Future We Choose stellen Figueres und Rivett-Carnac diese zukünftige, bessere Welt vor: "Cities have never been better places to live. With many more trees and far fewer cars, it has been possible to reclaim whole streets for urban agriculture and for children’s play." In dieser fiktiven guten Welt, die wir uns für das Jahr 2050 vorstellen dürfen, blickt man zurück auf die große Kampagne für mehr Bäume in den Städten. Das war nicht die einzige Maßnahme, die nötig gewesen war. Aber die Bäume sieht man sofort. Vieles hat sich geändert. Man fährt mit dem Fahrrad durch die Stadt, mit der Eisenbahn durchs Land, Privatpersonen haben keine eigenen Autos, in manchen Städten ist der Privatbesitz von Pkw sogar verboten worden. Biologische Kraftstoffe kommen in der Luftfahrt zum Einsatz. Die erneuerbaren Energien sind überall präsent, viele Familien versorgen sich dezentral mit eigenen Anlagen. Clevere technologische Lösungen haben unseren Umgang mit Energie sparsamer gemacht. Gebäude sammeln Regenwasser, und es wird vor Ort aufbereitet. Lokale Märkte haben an Bedeutung gewonnen, viel geschieht auf kurzen Wegen. Das hat auch den lokalen Gemeinschaften gutgetan. Man kennt sich. Was man vor Ort nicht bekommt, produziert man häufig auf 3-D-Druckern. Der Staat hat das Steuersystem umgestellt. Fleisch, Zucker, fettes Essen sind höher besteuert. Das hatte auch positive Auswirkungen auf das Gesundheitssystem. 

Um in diese Welt zu gelangen, benötigen wir eine neue Lebenseinstellung, kondensiert in drei Mindsets: "We believe three mindsets are fundamental to us all in our pursuit to co-create a better world. With intentional provocation, we call them Stubborn Optimism, Endless Abundance and Radical Regeneration." Sturer Optimismus (Stubborn Optimism) sei die Kraft, die es uns ermöglicht, eine neue Realität zu schaffen. Optimismus sei ein notwendiger Input, um unser Engagement zum Erfolg zu führen. Unendlicher Überfluss (Endless Abundance) stehe keineswegs für physische Ressourcen: "The realisation of abundance is not an illusory increase in physical resources, but rather an awareness of a broad array of ways to satisfy needs and wants so that everyone is content." Die dritte Einstellung zum Leben, die "Radikale Regeneration", wird verständlich, wenn man sich unser Verhalten im Familien- und Freundeskreis vor Augen führt: Wir profitieren hier voneinander, geben Aufmerksamkeit und Zuwendung, und erhalten diese. Immer wieder sorgen wir dafür, dass dieser Zustand aufrechterhalten wird. Wir investieren in Freundschaften, stärken Familienbande. Dieses Verhalten, das uns also bekannt ist, muss auch über diesen Kreis hinaus angewendet werden: Eben auch auf die Natur. Wir können von ihr nur so viel nehmen, wie wir ihr zu regenerieren erlauben und dabei helfen. 

Die Ausführungen der beiden Autoren bleiben nicht abstrakt. Neben einer guten Zukunft und der Aufforderung, die eigene Einstellung weiterzuentwickeln, wird uns auch gesagt, was die zehn wichtigsten Dinge sind, die nun geschehen müssen. Ganz vorne steht die Aufforderung an uns alle, bereit zu sein, die alte Welt hinter uns zu lassen und eine Vision einer besseren Zukunft zu entwickeln und zu pflegen. Um in diese Richtung zu kommen, müsse man die Wahrheit verteidigen und sich als Bürger und Bürgerin, nicht als konsumierendes Individuum einbringen. Konkret sollte unsere Gesellschaft versuchen, ohne fossile Energie auszukommen und Aufforstungsprogramme zu unterstützen. In der Wirtschaft müssten Investitionen in Richtung sauberer Produktionsweisen fließen. Neue Technologien werden Gutes und Schlechtes bringen können, Staaten und die Zivilbevölkerung werden bewusst entscheiden müssen. Schließlich gelte es, durch Gender-Gerechtigkeit mehr Menschen und deren Fähigkeiten einzubinden. All das wird nicht passieren, wenn man sich nicht in der Politik engagiert. 

Damit auch wirklich niemand das Buch aus der Hand legt, ohne aktiv zu werden, folgt auf die Vorschläge gleich eine Liste, was man im Jetzt anpacken könne. So tragen uns Christiana Figueres und Tom Rivett-Carnac von der Idee einer schönen Welt bis zum konkreten Tun hier und heute. "This is one of the most inspiring books I have ever read", meint auf jeden Fall der Historiker Yuval Noah Harari. 

Klar, man kann an etlichen Ecken und Enden des Buchs kritische Fragen stellen. Wenn die Veränderung einfach ist, warum ist so wenig gelungen? Warum werden bestehende Machtverhältnisse nicht reflektiert? Ist die beschriebene Welt wirklich für jeden gleich attraktiv? Und wer soll eigentlich in der perfekten Welt kontrollieren, dass Menschen nicht in alte Verhaltensmuster zurückfallen? 

Aber trotzdem: Literatur, die sagt, warum wir es kaum mehr schaffen werden, die Klimakrise abzuwenden, gibt es. Literatur, die erklärt, warum ökonomische Verhältnisse eine zerstörerische Dynamik auslösen, gibt es. Vielleicht ist es gerade zum Ertragen dieser Literatur nötig, sich einfach einmal die Zeit zu nehmen, sich eine gute Welt vorzustellen - sie zu bauen, haben wir das Kapital, die Technologien und die Ideen. Das Buch leistet dazu seinen Beitrag. Von Stefan Wally


Denken wie ein Berg


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Marcia Bjornerud, amerikanische Geologieprofessorin, erlebt als Kind den Reiz der Zeitlosigkeit: über Nacht fällt viel Schnee, die Schule fällt aus und der Tag liegt frei von Regeln vor ihr. Abenteuer werden möglich, aber zu Hause wartet unveränderte Geborgenheit. Bei geologischen Untersuchungen für ihre Doktorarbeit auf Spitzbergen, wo keine amtliche Zeit herrscht, verändert sich ihr Verhältnis zu Zeit. Wo so wenig an den Menschen erinnert, vieles aber von einer langen Naturgeschichte zeugt, erkennt sie, dass vergangene Ereignisse immer noch gegenwärtig sind und sich eines Tages sogar erneut abspielen könnten. Nicht Zeitlosigkeit offenbart sich ihr, sondern Zeitbewusstheit, "ein jähes Bewusstsein, dass die Welt (…) aus Zeit gemacht ist". Es ist der Geologin ein großes Anliegen, für diese Zeitbewusstheit zu sprechen und uns vom Alter der Erde zu erzählen, damit wir ein Gespür für die Zeit entwickeln können. Mit einem "geologischen Denken" vollzieht sich eine Veränderung im Bewusstsein von der Entwicklung der Erde und davon, welchen Platz wir Menschen darin einnehmen. Verstehen mehr Menschen die gemeinsame Geschichte der Erde, würden wir einander und den Planeten besser behandeln. Zudem könnte das gemeinsame geologische Erbe einen Rahmen schaffen für die Diskussion globaler Probleme, für die sich in einer gespaltenen Welt wie der heutigen keine gemeinsame Philosophie finden lässt, die alle Parteien an einen Tisch bringen könnte. 

Die Hauptkapitel widmen sich vor dem Hintergrund der Evolution den Schwerpunkten Zeit, Erde und Luft: Zunächst wird höchst wissenschaftlich von der entdeckungsreichen und mitunter mühsamen Kartierung der Zeit, der geologischen Zeitskala, erzählt, die von verschiedenen Forschern mit unterschiedlichen Methoden erstellt wurde und noch heute verfeinert wird. Im dritten Kapitel erfahren wir von den Rhythmen der Erde: wie erstaunlich Tektonik, Erosion, Gebirgsbildung und evolutionäre Anpassung auf unserem Planeten aufeinander abgestimmt sind. Um die Evolution der Atmosphäre geht es im vierten Kapitel. Interessant ist auch die Darstellung der großen Krisen der Erde, bei denen meist eine rasche Veränderung der Umwelt lange Phasen der Stabilität beendete, weil sich die Lebewesen nicht schnell genug anpassen konnten. So folgt im fünften Kapitel die Auseinandersetzung mit unserem Verständnis des Klimawandels. Die stabile Phase des Holozäns, die die Entwicklung des Menschen ermöglichte, endet mit dem Anthropozän. Der heutige Kohlenstoffausstoß ist "ein extremer geologischer Ausreißer". Bjornerud geht auch auf diverse technische Überlegungen ein, dem Klimawandel zu trotzen, wie künstliche Bäume zur CO2-Bindung, die Düngung der Meere mit Eisen oder das Spritzen von Sulfat in die Stratosphäre. Doch stellt sie die Überheblichkeit und Kurzsichtigkeit heraus, die diese Techniken offenbaren, sowie die großen Wissenslücken, wenn es beispielsweise um das globale maritime Mikrobiom geht. Es liegt eine Ironie im Anthropozän, denn "unser übergroßer Einfluss (hat) der Natur wieder das Kommando in die Hand gegeben (…), mit einem noch unveröffentlichten Regelwerk, das wir nun schlicht erahnen müssen". 

Das häufige Argument, wir hätten keine andere Wahl mehr, als gezieltes Klimamanagement zu betreiben, ist für Geowissenschaftler "wahnhaft und gefährlich". Die harte Wahrheit sei, dass zwischen der Zeit, die es braucht, um Naturdinge zu zerstören, und der Zeit, diese wiederherzustellen, eine enorme Asymmetrie liegt. Im Anthropozän kehren wir nach einem abenteuerreichen Tag im Schnee nicht zurück in ein unverändertes Heim: Wir müssen uns der Zerstörung stellen und uns von der Illusion lösen, wir seien vom Verstreichen der Zeit ausgenommen. Die Vergangenheit abzuschaffen und nur im Jetzt zu leben, ist obsolet. Andere Kulturen zeigen, dass Zeit nicht linear, sondern zirkulär empfunden werden kann: Der buddhistische Begriff der Achtsamkeit ("sati") meint keine Fixierung auf den Moment, sondern ein Erinnern der Gegenwart, ein Gewahrwerden des Moments von einem außerhalb liegenden Punkt. 

Wir sollten uns als Erbinnen und Erblasser verstehen, und für die Zeitspanne, die uns Menschen bleibt, eine andere Geschichte als die der Zerstörung schreiben. Bjornerud schlägt ein Zukunftsministerium vor, das die nachfolgenden Generationen vertritt; ihnen seien wir zu Dank verpflichtet, da sie unserem Leben eine sinnvolle Ausrichtung auf Zukunft ermöglichen. 

Das Buch berührt, da es uns mit der Tiefe der Zeit, dem Alter der Gesteine und den Geschichten des Lebens in Beziehung zu setzen vermag. Es offenbart gleichsam ewige Wahrheiten, die in den Steinen zu unseren Füßen stecken, und zeigt uns, wie ein Berg zu denken: wie wir mit Zeitbewusstheit in einem haltlosen Jetzt Vergangenheit und Zukunft zurückgewinnen können. Von Clara Buchhorn


Von der Separation zum Interbeing


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Charles Eisenstein ist schon seit längerer Zeit auf der Suche nach Antworten auf Fragen wie "Woher kommt die Ungerechtigkeit?", "Wozu ist der Mensch auf der Erde?". Dazu untersucht er insbesondere gemeinsame Vorstellungen und Geschichten, die die Grundlage unserer Zivilisation bilden. 

Mit Klima legt er ein großartiges Werk vor, das einen umfassenden Blick auf die Klimadebatte wirft und über bekannte Sichtweisen hinausweist. Der gängigen Erzählung der Erderwärmung misstraut er, zählt sich aber nicht zu den Skeptikern. Vielmehr verweigert er sich dieser Grenzziehung und hinterfragt die unterschiedlichen Überzeugungen. Nicht die Uneinigkeit in der Bandbreite zwischen Skeptikern und Apokalyptikern ist das Problem, sondern die zugrunde liegenden gemeinsamen Annahmen, die weder gesehen noch hinterfragt werden. Dazu gehört, den Klimawandel nur quantitativ in CO2-Werten, aber nicht qualitativ zu betrachten. Von einem Kampf gegen den Klimawandel zu sprechen, bezeugt ein tief verankertes Kriegsdenken, das ebenso ein dominanter Aspekt des vorherrschenden Narrativs ist. Die Erzählung lautet, der Mensch sei ein Gegenüber der Natur, der er eine eigene Wesenheit abspricht und in der Folge Ausbeutung legitimiert. Eine solche lineare und reduktionistische Sicht lässt es logisch erscheinen, einem Zuviel an CO2 die einfache Lösung des Absenkens entgegenzusetzen. Reduktionistisch deshalb, weil die Gesamtheit aus dem Blick gerät: Auf der ganzen Welt wurden Ökosysteme zerstört, lange bevor die Industrialisierung für den Anstieg der Klimagase sorgte. Wälder und Moore haben eine enorme, in Zahlen schwer fassbare Aufnahmekapazität von CO2. Diese Organe sind heute zu geschädigt, um eine Erwärmung selbst abzufangen. Die Erde als lebenden Organismus mit eigenen Organen zu sehen, hilft zu verstehen, dass jedes einzelne Ökosystem bedeutsam für den ganzen Planeten ist. Die Verletzlichkeit der Erde wird sichtbar, aber auch ihre Fähigkeit zur Regeneration. 

Mit dem Fokus auf die CO2-Werte wird auch das Ziel der Klimaaktivistinnen und -aktivisten unnahbar. Wenn sich aber der Blick auf das Lokale richtet, kann eine Beziehung zu den Orten aufgebaut werden. Trotz globaler Krise, ja gerade deshalb, ist es notwendig, dass sich jeder und jede dem besonderen Landstrich zuwendet, dem er oder sie sich verbunden fühlt. So gewinnen auch die schützenden Tätigkeiten in ihrer Vielfalt wieder an Bedeutung; beispielsweise kann Vogelschutz neben dem angeblich sinnvolleren Windpark bestehen. Warum also ist in der gängigen Denkweise zum Klimawandel vorrangig die Rede von Kohle, Öl und Abgasen, nicht aber von Mooren, Humus und Wäldern? 

Eisenstein ruft dazu auf, das Klimachaos aus der Perspektive von Gaia (der Welt als lebendem Organismus) und der biologischen Vielfalt zu sehen, zu der auch wir Menschen gehören. Dieses neue Paradigma geht nicht von Trennung aus, sondern von Interaktion. Die derzeitige Krise ist eine Initiation in einem Wandlungsprozess von der "Geschichte der Separation" hin zu einer "Geschichte des Interbeing". Dieser Begriff meint über eine wechselseitige Vernetzung hinaus die existenzielle Verbundenheit allen Seins auf der Welt. Ein Umstellen der industriellen Gesellschaft auf erneuerbare Energie reicht aus dieser Perspektive nicht aus; jeder Aspekt der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Politik muss sich auf die neue Geschichte des Interbeing ausrichten. 

Eisenstein gelingt mit diesem Buch eine erfrischende Gratwanderung: Als Kulturphilosoph und Mathematiker hält er fundierte "wissenschaftliche" Einsichten in Zusammenhänge von Kultur- und Naturphänomenen bereit - verliert aber nicht an Glaubwürdigkeit, wenn er Empfindsamkeit als bedeutende menschliche Fähigkeit erkennt. Wo die Revolution Liebe ist, sind rationale Argumente hinfällig. Denn "in Wahrheit lieben wir die Welt um ihrer selbst willen, und nicht für das, was sie uns liefert". Mit der Akzeptanz eigener Irrationalität gewinnen seine Erläuterungen vielmehr an Gewicht. Der Autor verharrt aber nicht bei philosophischen Erkenntnissen, sondern zeigt Wege auf, dieser neuen Richtung zu folgen, wo das Potenzial unseres Seins, unsere Menschlichkeit, zur Entfaltung kommen kann. Maßnahmen, die er am Ende des Buches sammelt, sind schon heute machbar, selbst wenn es nicht so scheinen mag. Vielerorts wird die Krise ein Vakuum hinterlassen, das mit Ideen gefüllt werden will, und auch ohne breiten Konsens und institutionelle Unterstützung können Maßnahmen gesetzt werden. 

Obwohl das Buch einmal mehr deutlich macht, wie schlimm es um unseren Planeten steht, regt es auf wohltuende Weise an, uns und unsere vergessene Fähigkeit neu zu entdecken, für das Lebendige Sorge zu tragen; und dass hier auch die kleinen Taten Bedeutung haben, da sie Teil einer großen Bewegung sind. Von Clara Buchhorn 


Zitate


"Unsere Generation hat das Kapital, die Technologien und die Ideen, wie nicht nur der Klimawandel beschränkt werden kann, sondern wir uns sogar eine bessere Welt bauen können. Die Generation vor uns hatte die Mittel dazu nicht. Die Generation nach uns hat keine Chance mehr, wenn wir es nicht tun." Stefan Wally, Rezension Figueres, Rivett-Carnac: The Future We Choose

"Cities have never been better places to live. With many more trees and far fewer cars, it has been possible to reclaim whole streets for urban agriculture and for children’s play." Christiana Figueres, Tom Rivett-Carnac: The Future We Choose

"We believe three mindsets are fundamental to us all in our pursuit to co-create a better world. With intentional provocation, we call them Stubborn Optimism, Endless Abundance and Radical Regeneration." Christiana Figueres, Tom Rivett-Carnac: The Future We Choose

"Unsere Blindheit für die Gegenwart der Vergangenheit gefährdet im Grunde unsere Zukunft." Marcia Bjornerud: Zeitbewusstheit

"Von was für einem Seinszustand gehen wir aus, wenn wir andere Arten ausrotten, Böden und Meere zerstören und die Natur als Ressourcenlager für den maximierten kurzfristigen Gewinn behandeln?" Charles Eisenstein: Klima

"Warum ist in der gängigen Denkweise zum Klimawandel vorrangig die Rede von Kohle, Öl und Abgasen, nicht aber von Mooren, Humus und Wäldern?" Clara Buchhorn, Rezension Charles Eisenstein: Klima

"Unsere Generation hat das Kapital, die Technologien und die Ideen, wie nicht nur der Klimawandel beschränkt werden kann, sondern wir uns sogar eine bessere Welt bauen können. Die Generation vor uns hatte die Mittel dazu nicht. Die Generation nach uns hat keine Chance mehr, wenn wir es nicht tun." Stefan Wally, Rezension Figueres, Rivett-Carnac: The Future We Choose

 

changeX 23.03.2021. Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved.

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Klimaoptimismus - pro zukunft-Buchkolumne 1|2021, Teil 2 zur Doppelrezension

Quellenangaben

Zu den Büchern

: The Future We Choose. Surviving the Climate Crisis. Alfred A. Knopf, New York 2020, 240 Seiten, 23 US-Dollar, ISBN 9780525658351

The Future We Choose

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: Zeitbewusstheit. Geologisches Denken und wie es helfen könnte, die Welt zu retten. Matthes & Seitz Verlag, Berlin 2020, 256 Seiten, 28 Euro (D), ISBN 978-3-95757-923-2

Zeitbewusstheit

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: Klima. Eine neue Perspektive. Europa Verlag, München 2019, 400 Seiten, 22 Euro (D), ISBN 978-3-95890-260-2

Klima

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Autor

Clara Buchhorn
Buchhorn

Clara Buchhorn ist freischaffende Grafikdesignerin und Kulturjournalistin. Sie schreibt als freie Mitarbeiterin für proZukunft, das Buchmagazin der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in Salzburg.

Autor

Stefan Wally
Wally

Stefan Wally ist Geschäftsführer der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in Salzburg. Die Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen (JBZ) versteht sich als Einrichtung einer kritischen und kreativen Zukunftsforschung. Sie publiziert das vierteljährlich erscheinende Magazin proZukunft, das sich als Radar für zukunftsrelevante Publikationen versteht, und organisiert Veranstaltungen und Tagungen.

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