Die besten Bücher des Jahres 2008
Die besten Bücher des Jahres - ausgewählt von der changeX-Jury.
Stapel von Büchern haben wir in diesem Jahr wieder gesichtet und kritisch auf ihren Neuigkeitswert hin abgeklopft. Eine Vielzahl davon haben wir rezensiert oder mit den Autoren Interviews und Hintergrundgespräche geführt. Jetzt ist es Zeit, die besten zu küren. Die Mitglieder der changeX-Jury haben ihre Toptitel des Jahres 2008 gewählt. Es wurden 14. Zwei davon drängen sich auf Platz eins. / 12.12.08
Wie Manager sich täuschen lassen. Aus dem Amerikanischen von Nikolas Bertheau.
Phil Rosenzweig
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Erfolg ist machbar! Tönen die Managementbestseller. Schwärmen von Spitzenleistungen und dauerhaftem Erfolg. Schön wär's! Leider nur ist dieses Performance-Wunschdenken von verschiedenen Täuschungen beeinflusst. Sagt ein Managementprofessor in seinem brillanten Buch. Denn in der wirklichen Wirtschaftswelt gibt es keine Erfolgsgesetze. Sondern ständigen Wandel, schöpferische Zerstörung, Komplexität, Unsicherheit und Risiko. Das einzusehen ist unbequem. Verspricht aber allemal mehr Erfolg als die Rezepte von gestern. / 19.02.08 zum Interview
Das Programm des Friedensnobelpreisträgers
Muhammad Yunus
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Eine Welt ohne Armut ist möglich. Sagt Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus. Seine Vision ist wegweisend, klar und überzeugend: Sozialunternehmen schaffen kreative und effiziente Lösungen für soziale Probleme. Ein neuer Typus von Unternehmen entsteht: Unternehmen, die nicht primär monetäre Ziele anstreben, sondern soziale. Die aber nicht bloß karitativ handeln, sondern wirtschaftlich. Sie komplettieren nicht nur unser Bild der Unternehmenswelt, sondern auch das Bild vom wirtschaftenden Menschen: Zum Homo oeconomicus gesellt sich das vernachlässigte soziale Wesen. / 11.03.08 zur Rezension
Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse.
Nassim Nicholas Taleb
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Börsenkrisen, Flugzeugabstürze oder Stromausfälle sind fast immer Niederlagen der menschlichen Allmachtsfantasie, die Welt immer und überall kontrollieren zu können. Schwarze Schwäne nennt ein New Yorker Professor solche unberechenbaren Ereignisse jenseits des Erwartungshorizonts. Sie zeigen: Wir sind blind gegenüber dem Zufall, denken zu wenig und wissen fast nichts. Talebs Buch ist ein intellektuelles Lesevergnügen, das in der Wirtschaftsliteratur nicht so häufig vorkommt. zur Rezension
Jagdish Bhagwati
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Wir haben nicht zu viel Globalisierung, sondern zu wenig! Sagt Jagdish Bhagwati. Der weltweit profilierteste Freihandelsexperte verteidigt die Globalisierung mit tiefer Leidenschaft und profunder Sachkenntnis. Dabei bemüht er nicht die altbekannten neoliberalen Glaubenssätze, sondern wirft die Interessen der ärmeren Länder in die Waagschale. Denn freier Handel schafft Wohlstand. Für alle, vor allem aber für die, die ihn am nötigsten brauchen: die Ärmsten dieser Welt. zur Rezension
Klarheit schaffen, entschlossen verhandeln, Leistung freisetzen.
George Kohlrieser
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Zur Geisel wird man nicht nur, wenn man einem Gewalttäter in die Hände fällt. Man kann sich auch selbst als Geisel nehmen - indem man sich in seinen Denkschablonen, Gefühlen und Gewohnheiten verheddert und unfähig wird, zu handeln. Ein renommierter Unterhändler bei Geiselnahmen sagt: Der gefühlten Ohnmacht entrinnt man nur, wenn man sich seiner eigenen Handlungsfähigkeit bewusst wird. Und sich aus der Opferrolle befreit. Hier funktioniert der Münchhausen-Trick: sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. / 06.05.08 zur Rezension
Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen.
Dan Ariely
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Rational? Irrational? Vielleicht liegt die Wahrheit ja dazwischen: Predictably irrational, vorhersagbar irrational sei unser Verhalten, lautet die These des in Amerika lehrenden Wirtschaftswissenschaftlers Dan Ariely. Die Lektüre seines Buches ist spannend und unterhaltsam zugleich und bietet frappierende Erkenntnisse am laufenden Band. Ariely hält uns den Spiegel vor, und der Leser erkennt sich darin unschwer wieder. Doch will er sich nicht mit einem resignierenden „So sind wir nun mal!“ zufriedengeben. Er pocht auf die Lernfähigkeit des Menschen. Wenn wir wissen, wie wir ticken, dann können wir uns darauf einstellen, so seine Schlussfolgerung. zur Rezension
Abschied vom Darwinismus.
Joachim Bauer
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Was hat man uns das eingetrichtert: Survival of the fittest ist das Prinzip der Natur, im Großen wie im Kleinen. Die Metapher für das Leben schlechthin, von den ewigen Kämpfen um Revier, Macht und Status bis zu den egoistischen, gegeneinander agierenden Genen. Nun aber zeigt sich: Gene sind anders. Kooperativ, kommunikativ und kreativ passen sie sich an veränderte Bedingungen an und können sich dabei selbst verändern. Jetzt aber gilt erst recht: Wie im Leben auch. Die Metapher wird neu geschrieben. / 10.09.08 zur Rezension
Warum wir erst jetzt anfangen, die Welt zu verstehen.
Sandra Mitchell
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Man hat sich daran gewöhnt: Alles ist komplex. Doch ziehen wir auch die Konsequenzen? Oder denken wir weiter wie gewohnt? Eine amerikanische Wissenschaftstheoretikerin sagt: Der Versuch, die Welt auf einfache Gesetze zurückzuführen, ist gescheitert. Ihre Komplexität zwingt uns, unsere Denkmodelle zu revidieren. Denn es gibt mehr als nur eine Ursache, eine Erklärung, einen Weg des Verstehens. Vielfalt und Pluralismus bieten einen Ausweg aus der Sackgasse eingefahrenen Denkens. In unserem Bemühen, die Welt zu verstehen, stehen wir allerdings erst ganz am Anfang. / 23.04.08 zur Rezension
Winfried W. Weber
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Dass die Welt komplex ist, das haben wir mittlerweile gelernt. Dennoch versuchen viele, ihr mit Simplify-Strategien zu Leibe zu rücken - vergebens. Denn Komplexität wirklich anzuerkennen erfordert, seine Denkmodelle zu ändern. Bedeutet Abschied zu nehmen von Linearität und Kausalität. Erst denken, dann handeln, das funktioniert nicht mehr. Umgekehrt wird ein Schuh draus: "Act first, think later" ist die angemessene Strategie für komplexe Situationen: Handeln und schauen, was passiert. Rückkopplungsprozesse einbeziehen. Offen sein für komplexe neue Modelle. Simplify war gestern. Heute ist complicate. / 07.01.08 zum Interview
Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben.
Timothy Ferriss
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Das Leben lässt sich nicht auf die hohe Kante legen. Das Leben ist hier und jetzt. Das, was wir sind, ist alles, was wir haben. Schreibt ein Unternehmer, der seinen Arbeitsrhythmus von Workaholic auf 4-Stunden-Woche umgestellt hat. Und dabei Zeit, Geld und Mobilität gewonnen hat. Soeben erscheint seine Gebrauchsanweisung für das neue Lifestyledesign des Lebens. / 14.03.08 zur Rezension
Der Aufstand der Massen gegen die Massenproduktion.
Holm Friebe / Thomas Ramge
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Marke Eigenbau, das ist Wikinomics auf Deutsch. Holm Friebe und Thomas Ramge beschreiben die Vision einer Wirtschaft jenseits des real existierenden Konzernkapitalismus: eine kleinteilige, selbst organisierte Ökonomie, in der das schaffende Individuum in den Mittelpunkt rückt. Ihr Buch ist ein Appell zur Wiederaneignung der Ökonomie durch die Menschen. Und das ist die richtige Antwort auf die Krise des Konzernkapitalismus. zur Rezension
Das neue Buch von Kathrin Passig und Sascha Lobo.
Kathrin Passig / Sascha Lobo
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Na, wie viele unerledigte To-dos schleppen Sie mit in die neue Woche? Und haben wieder fünferlei Sachen aufgeschoben, die eigentlich längst erledigt sein sollten? Dann gibt es gute Nachrichten: Der Hang, Dinge aufzuschieben, ist zutiefst menschlich, sagen zwei Autoren. Und Selbstdisziplin eine Untugend aus industriellen Zeiten. Besser ist: Ausbauen, was man von sich aus gern macht und was man gut kann. Und das andere auf ein möglichst geringes Maß begrenzen. Dieses Buch besprechen wir aber gerne - deshalb pünktlich zum Erscheinen. / 06.10.08 zur Rezension
Sie es in der Hand haben, zufrieden zu leben.
Sonja Lyubomirsky
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Es sind nicht die Umstände und nicht die Gene, die über Glück oder Unglück entscheiden. Es ist doch die eigene Haltung, die den Ausschlag gibt. Nicht allein. Doch immerhin 40 Prozent unseres Glücksempfindens können wir mit unserem Verhalten, unserer Haltung beeinflussen. Eine amerikanische Psychologin sagt: Glück ist lernbar. Nicht nur, indem man lernt, die vielen kleinen Glücksmomente am Wegesrand aufzusammeln. Sondern auch, indem man seinen Weg findet: durch harte Arbeit an sich selbst. / 25.06.08 zur Rezension
Competing with Everyone from Everywhere for Everything.
Harold L. Sirkin / James W. Hemerling / Arindam K. Bhattacharya
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Eine neue Ära des Wettbewerbs bricht an: Künftig wird jeder mit jedem um alles konkurrieren. Ohne Grenzen, überall auf der Welt. Die jungen Wilden aus den Schwellenländern sind dabei, die westlich geprägte Weltwirtschaft gründlich umzukrempeln. Diese Veränderungswelle wird sich zu einem Tsunami entwickeln, sagen drei Globalisierungsexperten. Und empfehlen: Nicht einpacken, sondern radikal umdenken. Denn in einer offenen Welt warten jede Menge Chancen: für jeden, überall und für alles. / 25.08.08 zur Rezension
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