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Newsletter Ausgabe 3 | 2026 Dienstag, 24.02.2026
Liebe Leserinnen und Leser,
warum fällt es den Menschen so schwer, exponentielles Wachstum zu begreifen? Die Unfähigkeit, die Exponentialfunktion zu verstehen, sei die größte Schwäche der Menschheit, hat der amerikanische Physiker Albert Allen Bartlett gesagt. Dies ist das Leitzitat des heutigen Newsletters. Rund 1700 Mal hat Bartlett deshalb seinen Vortrag über die Exponentialfunktion gehalten. Damit hat er die Bedeutung dieses Problems in den Blickpunkt gerückt. Lösen konnte er es jedoch nicht. Heute stellt sich diese Verständnishürde mit besonderer Dringlichkeit. Darum geht es im heutigen Newsletter.

Bevor es mit den Frühjahrsneuerscheinungen auf dem Buchmarkt so richtig losgeht, möchte ich einen Titel aus unserer Auswahl der Zukunftsbücher 2025 etwas genauer anschauen: Die Exponentialgesellschaft von Emanuel Deutschmann - ein Buch, das Aufmerksamkeit verdient. Darin erklärt der Soziologe exponentielles Wachstum zum bestimmenden Merkmal unserer spätmodernen Gesellschaften. Seine These lautet, dass exponentielles Wachstum für unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert derart prägend geworden ist, "dass es den Fortbestand dieser Gesellschaft nicht nur in ihrer bisherigen Form, sondern überhaupt infrage stellt." Weil unendliches Wachstum in einer endlichen Welt zwangsläufig an Grenzen stößt. Beziehungsweise eine immer weiter zunehmende Beschleunigung, wie die Vertreter des ‘Great Acceleration’-Ansatzes argumentieren.

So oder so, es ist eine paradoxe Situation. Vielleicht hilft ja der Gedanke der Paradoxie weiter, um dieses eigenartige Phänomen der Exponentialität besser zu verstehen? Mehr zu exponentieller Entwicklung, großer Beschleunigung und deren paradoxem Erscheinungsbild gibt es im aktuellen Buch-Feature zu lesen.

Eine inspirierende Lektüre wünscht
Winfried Kretschmer
changeX


Neu im Magazin
Tückisch. Und vertrackt
Die Exponentialgesellschaft - zum Buch von Emanuel Deutschmann und den Tücken exponentiellen Wachstums
Emanuel Deutschmann: Die Exponentialgesellschaft "Wicked Problems" nennt man tückische, vertrackte, schwer lösbare, oft globale Problemlagen, die sich durch ihr hohes Maß an Komplexität, Unsicherheit und Mehrdeutigkeit auszeichnen. Armut gehört dazu, das Artensterben, der Klimawandel vor allem. Was die Erderhitzung so tückisch macht, ist das, was sie treibt: exponentielles Wachstum. Genauer: das offensichtliche Unvermögen der Menschheit, die Exponentialfunktion zu verstehen. Woran das Denken meist scheitert: dass unendliches Wachstum zwar mathematisch möglich ist - aber nicht in einer endlichen Welt. Besonders vertrackt ist aber, dass nicht nur die Emission von Treibhausgasen exponentiell wächst. Vielmehr schießt eine ganze Reihe von Wachstumskurven exponentiell nach oben. Der Soziologe Emanuel Deutschmann erkennt darin das bestimmende Merkmal unserer spätmodernen Gesellschaften. Um sein Buch Die Exponentialgesellschaft geht es in unserer vertiefenden Rezension. Und um die Schwierigkeiten, solche tückischen Vertracktheiten zu verstehen. 23.02.2026 zum Buch-Feature
Zitat
     "Die größte Schwäche der Menschheit ist ihre Unfähigkeit, die Exponentialfunktion zu verstehen." Albert Allen Bartlett, amerikanischer Physiker (1923-2013)
zum Beitrag
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© changeX 2026, 26. Jahrgang. Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved.

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