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Newsletter Ausgabe 9 | 2026 |
Montag, 12.10.2026 |
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| Liebe Leserinnen und Leser, |
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Herbst ist Erntezeit. Das gilt auch für die geistige changeX-Arbeit den Sommer über, für Themenfindung, Recherche, Buchauswahl und -lektüre, für Zitate, Textarbeit und Redaktion. Nicht zu vergessen die Wahl der Zukunftsbücher des Jahres gemeinsam mit der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen in Salzburg. Einiges an Stoff also.
Beginnen wir mit einem Interview, das im Sommer über mehrere Wochen hinweg in einem Austausch von Fragen und Antworten via E-Mail entstanden ist. Geführt habe ich es mit Christian Schuldt, der bereits mehrfach Gesprächspartner auf changeX war. Stets ging es dabei um den Wandel zu einer nächsten Gesellschaft und die Schlüsselbegriffe, die notwendig sind, um diesen zu verstehen. Komplexität, Kontingenz und System vor allem.
Thema seines neuen Buchs ist nun die Neukonfiguration des Ich in der Netzwerkgesellschaft. Um Das nächste Ich, so der Titel. Die zentralen Aussagen finden sich in unserem Interview angesprochen - darüber hinaus geht es auch um Paradoxien als Erkenntnisinstrument in einer komplexen Wirklichkeit. Das klingt nun selbst schon wieder ein wenig paradox - aber der Gedanke führt tatsächlich weiter.
In diesem Sinne eine inspirierende Lektüre wünscht
Winfried Kretschmer
changeX
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| Neu im Magazin |
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| Nicht mehr im Mittelpunkt |
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| Christian Schuldt über die Neukonfiguration des Ich in der Netzwerkgesellschaft |
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Beinahe ist nahtlos der lange Prozess der Individualisierung in eine Hyperindividualisierung übergegangen. In eine übersteigerte Ich-Zentrierung, in der das Individuum sich als Dreh- und Angelpunkt der Welt wahrgenommen hat. Das könnte bald Vergangenheit sein. Könnte. Doch was käme danach? Der Soziologe Christian Schuldt hat sich auf eine "Expedition zum nächsten Ich" begeben. In unserem Interview beschreibt er, wie diese neue Identität aussehen könnte: das Ich nicht mehr im Mittelpunkt, sondern als Knotenpunkt eines größeren Ganzen.
28.09.2026
zum Interview
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| Zitat |
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"Das 'nächste Ich' ist nicht weniger individuell als das moderne oder postmoderne Ich, aber es versteht sich anders: nicht als isolierte Singularität, sondern als Knotenpunkt vielfältiger Beziehungen."
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Christian Schuldt: Nicht mehr im Mittelpunkt
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"Paradoxien sind keine Denkfehler, sondern Hinweise auf eine komplexe Wirklichkeit. Sie zwingen uns, scheinbare Gegensätze gleichzeitig im Blick zu behalten."
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Christian Schuldt: Nicht mehr im Mittelpunkt
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